Aschersleben – Der Graue Hof oder Grauer Hof

Der Graue Hof ist zweifellos eines der ältesten Gebäude der Stadt Aschersleben. Die Stadt wurde häufig von verheerenden Bränden heimgesucht, und so ist heute kaum noch ein Gebäude aus der Zeit vor dem 16. Jahrhundert erhalten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Graue Hof im Jahre 1309 als Schenkung des Grafen Otto von Anhalt an die Zisterzienser im Kloster Michaelstein bei Blankenburg im Harz. Der Graue Hof dürfte daher erheblich älter sein. Seinen Namen erhielt der Gebäudekomplex Grauer Hof von den grauen Kutten der Zisterziensermönche. Für den Schutz, den der Graue Hof innerhalb der festen Stadtmauern Ascherslebens genoss, musste ein jährlicher Zins von 2 Mark Silber an den Rat entrichtet werden.


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Im Jahre 1565 wurde der Graue Hof durch Abt Caspar Ulrich von Regenstein an den Rat der Stadt für 17000 Taler wiederkäuflich versetzt. Zum Grauen Hof gehörten damals 33 Hufen [1] Landes. Zwanzig Jahre später versetzte Graf Botho von Regenstein den Hof wiederum für zwanzig Jahre, was den Rat wiederum 2000 Taler kostete. Das Pfand wurde immer wieder erneuert, bis die Stadt Aschersleben irgendwann nach 1721 endgültig durch Kauf in den Besitz des Grauen Hofes kam.

Im Jahre 1565 wurde der Graue Hof durch Abt Caspar Ulrich von Regenstein an den Rat der Stadt für 17000 Taler wiederkäuflich versetzt. Zum Grauen Hof gehörten damals 33 Hufen Landes. Zwanzig Jahre später versetzte Graf Botho von Regenstein den Hof wiederum für zwanzig Jahre, was den Rat wiederum 2000 Taler kostete. Das Pfand wurde immer wieder erneuert, bis die Stadt Aschersleben irgendwann nach 1721 endgültig durch Kauf in den Besitz des Grauen Hofes kam.

Bild: Der Graue Hof zu Aschersleben in einer historischen Abbildung. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Bild: Der Graue Hof zu Aschersleben in einer historischen Abbildung.
Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Der Graue Hof weist einen sehr unregelmäßigen Grundriss auf – geschuldet den damaligen engen Gassen der Stadt und der angrenzenden Stadtmauer, von der allerdings im Bereich des Grauen Hofes nichts mehr erhalten ist. Interessant ist das Eingangstor, das auf der Straßenseite rundbogig, auf der Hofseite jedoch spitzbogig ist. Die Wandstärke des Gebäudes ist beträchtlich – immerhin zwischen 078 Meter und 0,95 Meter. Bei der festungsartigen Anlage des Grauen Hofes ist dies ganz sicher nicht nur baustatisch bedingt. Auffällig ist auch das frühgotische dreiteilige und spitzbogige Fenster links neben der Toreinfahrt. Seit 1993 kümmert sich der ASCHERSLEBER KUNST- UND KULTURVEREIN um eine denkmalgerechte Sanierung des Bauensembles Grauer Hof sowie einer Entwicklung eines Viertels mit Kunstgalerien und Wohnungen in den angrenzenden historischen Industriebauten.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Innenansicht.

Bild: Kunst am Grauen Hof in Aschersleben.

Bild: Kunst am Grauen Hof in Aschersleben.

 

Externe Links:
Kunstquartier Grauer Hof Aschersleben
http://www.grauerhof.de

  1. Die Hufe war ein im Mittelalter verwendetes Flächenmaß, das sich auf die von einer Familie zu bewirtschaftende und für die Ernährung ausreichende Acker- und Weidefläche bezog. Entsprechend der klimatischen und geografischen Verhältnisse war eine Hufe unterschiedlich groß. 1 preußische Hufe umfasste 16,5 Hektar (66 preußische Morgen), eine sächsiche Hufe 19,92 Hektar. []

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