Cyriacus Spangenberg – Der Chronist der Grafen von Mansfeld und sein tragisches Schicksal

Bild: Die Kirche St. Andreas in Eisleben. Aufnahme aus dem Jahr 2009 von Birk Karsten Ecke.

Cyriacus Spangenberg wurde am 7. Juni 1528 in Nordhausen als ältester Sohn des Johann Spangenberg geboren [1]. Johann Spangenberg war der erste protestantische Prediger an der Kirche St. Blasii zu Nordhausen und mit Martin Luther und Philipp Melanchthon befreundet. Er war einer der Vorreiter der Reformation in Mitteldeutschland. Durch Einflussnahme Martin Luthers bei den Grafen von Mansfeld wurde Johann Spangenberg im Jahre 1546 Generalsuperintendent in der Bergbaustadt Eisleben. Cyriacus Spangenberg muss eine sehr gute Auffassungsgabe gehabt haben, denn bereits im Februar 1542 – er war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal vierzehn Jahre alt – konnte er sich an der damals sehr renommierten Universität Wittenberg als Student einschreiben. Zweifellos halfen ihm dabei auch die Beziehungen seines Vaters zu Martin Luther und…

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August Hermann Francke und die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale

Bild: Das ehemalige Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Bild: © 2012 by Bert Ecke.

August Hermann Francke wurde am 22. März 1663 in Lübeck geboren. Er war einer der bekanntesten Vertreter des Pietismus in Mitteldeutschland. Sein Vater Johann Francke war Jurist und seine Mutter Anna Francke entstammte einer Patrizierfamilie. Im Jahre 1666 zog die Familie nach Gotha und Francke und besuchte dort 1676 für ein Jahr das Gymnasium. Die restliche Zeit wurde er privat unterrichtet. 1679 schrieb er sich als Student der Philosophie an der Universität zu Erfurt ein, wechselte er bald zum Studium der Theologie an die Universität Kiel. Francke kam damit in den Genuss eines von einem Onkel mütterlicherseits – er war Pastor – gestiftetes Stipendium. Francke muss zu dieser Zeit recht ruhelos gewesen sein, denn bereits 1882 ging er für kurze…

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Georg Friedrich Händel

Bild: Georg Friedrich Händel. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale geboren. Sein Vater Georg war Hofchirurg, Barbier und Wundarzt in Halle und plante für seinen Sohn eine juristische Karriere. Diese lehnte der junge Händel jedoch ab und als er im Alter von 8 Jahren das erste mal vor dem Herzog von Sachsen-Weißenfels auf einer Orgel spielte war auch Händels Vater vom Talent seines Sohnes überzeugt und ermöglichte ihm eine Ausbildung als Musiker. Händel wurde im Jahre 1697 an den Königlichen Hof nach Berlin geschickt, wo er unterstützt von Kurfürst Friedrich III in Italien eine Ausbildung erhalten sollte. Sein Vater nahm das Angebot jedoch nicht an. 1702 ging Händel nach Halle zurück und immatrikulierte an der damals neugeschaffenen…

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Der Dieb und Spion Christian Andreas Käsebier

Bild: Der Dieb und Räuber Christian Andreas Käsebier im Berliner Gefängnis. Stich eines unbekannten Künstlers. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Käsebier wurde im Jahre 1713 – nach anderen Angaben einige Jahre früher – als Sohn eines Schneiders in Halle an der Saale Fleischergasse und heutigen Mittelstraße Nr. 18 geboren. Wie zu damaliger Zeit üblich, erlernte auch er diesen Beruf, bevor er etwa zwanzigjährig auf die schiefe Bahn geriet und mit dem Glücksspiel begann. Bei seinem ersten großen Diebstahl im heute österreichischen Linz erbeutete er 600 Gulden, mit dieser Summe kehrte er wieder nach Halle zurück und eröffnete dort eine Pferdevermietung. Da ihm diese Arbeit aber auch nicht dauerhaft zusagte, begann er wieder mit seine Gaunereien. So bestahl er zum Beispiel in Dresden den schwedischen Botschafter, in Wien einen Arzt und einen Offizier und in Prag einen katholischen Geistlichen.

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Jacob Christian Schäffer – Der Erfinder der Waschmaschine

Bild: Inschrift am Geburtshaus von Jacob Christian Schäffer am Kirchplan Nr. 7 in Querfurt.

Jacob Christian Schäffer war ein bedeutender Erfinder und Universalgenie des 18. Jahrhunderts. Trotz der vielen wissenschaftlichen Werke und praktischen Erfindungen, die er hinterlassen hat, ist er heute weitgehend unbekannt. Jacob Christian Schäffer wurde am 31. Mai 1718 in einem Haus am Kirchplan in der Altstadt von Querfurt geboren. Über seine Schulbildung ist nichts bekannt, sie dürfte jedoch eine für die damalige Zeit überdurchschnittlich gute gewesen sein. Schäffer studierte zwischen 1736 und 1738 evangelische Theologie in der nahen Universitätsstadt Halle an der Saale. Nach dem Studium war er als Hauslehrer in der Donaustadt Regensburg tätig, bevor zum zum Professor ohne Lehrstuhl berufen wurde. Erst im Jahre 1760 – Jacob Christian Schäffer war bereits 42 Jahre alt – wurde ihm in Wittenberg…

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Bild: Ermsleben - heute Stadt Falkenstein im Harz - ist der Geburtsort des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Johann Wilhelm Ludwig Gleim war einer der bekanntesten Schriftsteller seiner Zeit. Er wurde am 2. April 1719 in Ermsleben – heute Stadt Falkenstein im Harz – geboren. Er studierte ab 1739 in Halle an der Saale Rechtswissenschaft. Gleim befasste sich bereits zu dieser Zeit literarischen und poetischen Studien. Im Jahre 1740 wurde Gleim Hauslehrer in Potsdam, wo er den Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt – Mitglied einer Seitenlinie der Hohenzollern – kennenlernte. Der Prinz nahm nahm in bald als Privatsekretär in seine Dienste. Gleim begleitete den Prinzen im Jahre 1744 in den Zweiten Schlesischen Krieg. Während der Belagerung der Stadt Prag fiel allerdings der Prinz. Gleim fand daraufhin eine Anstellung bei Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau – dem noch heute legendären ALTEN…

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Friedrich Gottlob Klopstock

Bild: Der Schriftsteller Friedrich Gottlob Klopstock. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Friedrich Gottlob Klopstock wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg als ältestes von insgesamt 17 Kindern des fürstlichen Kommissionsrates Gottlieb Heinrich Klopstock und seiner Frau Anna Maria in der Domstadt Quedlinburg geboren. Sein Vater war in den Jahren 1732 bis 1736 Pächter der Herrschaft Friedeburg in der Grafschaft Mansfeld, wo der junge Friedrich zu dieser Zeit auch aufwuchs. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Quedlinburg kam er in die fürstliche Schule Schulpforte im heutigen Bad Kösen, wo er eine humanistische Schulbildung erhielt und seine ersten Versuche in der Dichtkunst startete.

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Gottfried August Bürger – Ein Literat aus Molmerswende im Unterharz

Bild: Büste des Dichters Gottfried August Bürger an der Dorfkirche von Molmerswende. © 2007 by Bert Ecke.

Gottfried August Bürger wurde am 31. Dezember 1747 in Molmerswende im Unterharz als Sohn des örtlichen Pastors geboren. Sein Vater war an der Bildung seines Sohnes nicht besonders interessiert und so war es der Großvater, der auf eine höhere Schulbildung bestand. Ab 1760 ging Bürger auf das Gymnasium STEPHANEUM von Aschersleben, wo er jedoch wegen einer Schlägerei der Schule verwiesen wurde. Ab 1764 studierte er in Halle an der Saale Theologie und ab 1768 in Göttingen Jura.

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Novalis – Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg

Bild: Das Schloss der Familie von Hardenberg in Wiederstedt.

Georg Friedrich Philip Freiherr von Hardenberg wurde am 2. Mai 1772 im Schloss zu Wiederstedt bei Hettstedt im Mansfelder Land als Sohn des Großgrundbesitzers Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg als zweites Kind von elf Kindern geboren. Friedrich von Hardenberg war als Kind besonders schwächlich und anfällig. Die Mutter, Auguste Bernhardine, verwöhnte ihn. Dennoch wuchs er in einem streng pietistisch geprägten Elternhaus auf [1]. Sein Vater zeigte erst Interesse am Sohn, als er dessen besonderen intellektuellen Fähigkeiten erkannte. Er nahm ihn mit auf Geschäftsreisen und ab 1783 verbrachte Friedrich von Hardenberg längere Zeit bei einem weltoffenen Onkel auf Schloss Luckum bei Helmstedt. Der Pietismus ist eine im 17. und 18. Jahrhundert entstandene religiöse Bewegung des deutschen Protestantismus, in deren Mittelpunkt die…

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Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil – Der Begründer der modernen Jagd- und Forstwirtschaft

- WALD VOR WILD -

Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil wurde am 28. März 1783 im kleinen Ort Rammelburg im Harz geboren. Sein Vater Johann Gottlob Benjamin Pfeil war der Justizamtmann und Generalbevollmächtigter der Familie von Friesen, seine Mutter Johanna, eine geborene Göcking, entstammte einer später geadelten preußischen Familie. Pfeil hatte noch sieben weitere Geschwister und sollte nach dem Willen seiner Eltern in die Fußstapfen seines Vaters treten und Rechtswissenschaften studieren. Für diese Zukunft wurde er bis zum Alter von 14 Jahren von einem Hauslehrer unterrichtet, bevor er Schüler des Ehrwürdigen STEPHANEUM GYMNASIUMS in Aschersleben wurde. Durch den frühen Tod seines Vaters im Jahre 1800 musste er aus finanziellen Gründen seine schulische Laufbahn abbrechen und trat im Forstamt Königshof – beim Oberharzer Örtchen Elbingerode – gelegen…

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Friedrich Koenig und der Druckmaschinenhersteller KOENIG & BAUER

Bild: Friedrich Koenig, der Erfinder der Buchdruckerschnellpresse. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Friedrich Koenig wurde am 17. April 1774 in der Lutherstadt Eisleben geboren. Seine Eltern waren einfache Ackerbürger, die an der Viehweide, der heutigen Lindenallee, ansässig waren. Friedrich Koenig muss überdurchschnittlich begabt gewesen sein, denn trotz seiner Herkunft durfte er als Kind neben der Volksschule auch den Privatunterricht eines ortsansässigen Pfarrers besuchen. Danach wurde ihm, obwohl seine Familie nach dem frühen Tode seines Vaters in noch ärmlichere Verhältnisse geriet, der Besuch des Gymnasiums ermöglicht. Bei seiner Demission wurden dem jungen Koenig besondere Kenntnisse in Mechanik und Mathematik bescheinigt.

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Johann Ludwig Carl Zincken – Direktor, Ministerialrat und Mineraloge

Bild: Ruinen einer Hütte am Museum Carlswerk in Mägdesprung im Harz.

Johann Ludwig Carl Zincken wurde am 13. Juni 1791 in Seesen am Harz geboren. Sein Vater war Hofrat am Hofe zu Braunschweig und Gerichtsschultheiss in Seesen [1]. Nach dem Besuch der Jacobsenschule in Seesen – einer israelitisch reformierten Schule, die von seinem Vater mitbegründet wurde – besuchte er das Gymnasium in Holzminden. Danach wurde er im Oberharz auf eine Laufbahn als berg- und hüttenmännischer Beamter vorbereitet. Weitere Stationen waren die Arbeit als HÜTTENELEVE und NIEDERER BEAMTER auf der Königshütte in Lauterberg sowie auf den Hütten in Wieda und Zorge und der Rotehütte bei Sorge – allesamt im Harz gelegene Eisenhütten. Vorher hatte er aber schon ein bewegtes Leben in verschiedenen Stellungen am braunschweigischen Hofe hinter sich. Er war unter anderem Generalauditeur…

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Wilhelm August Julius Albert – Der Erfinder des Drahtseiles

Bild: Wilhelm August Julius Albert - der Erfinder des Drahtseiles. Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen Urheberrechts vermutlich abgelaufen. Es ist daher vermutlich gemeinfrei.

Wilhelm August Julius Albert wurde am 24. Januar 1787 als Sohn des Bürgermeisters in Hannover geboren. Im Jahre 1803 begann er in Göttingen ein Studium der Rechtswissenschaften und wechselte später ins Bergfach. 1806 fand er seine erste Anstellung als Auditor in den damals noch getrennten Harzstädtchen Clausthal und Zellerfeld im Harz. Nach verschiedenen Anstellungen unter anderen als Bergschreiber und als Ingenieur en Chef erhielt er 1817 den Titel eines Bergrates.

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Johann Gottfried Wilhelm Gangloff – Die Legende um einen Wilddieb

Bild: Gedenkstein in Sylda zum Andenken an den Wilddieb Johann Gottfried Gangloff.

Johann Gottfried Wilhelm Gangloff wurde am 23. Mai 1794 in Hohlstedt in der Goldenen Aue geboren. Seine Eltern waren Weber, deshalb kann angenommen werden, dass er in Armut aufwuchs. Seine soziale Herkunft bedingte, dass auch Gangloff nur den Beruf des Webers erlernen konnte. Im Jahre 1817 heiratete er. Über seine Familie ist fast nichts bekannt, außer dass er vier Söhne und zwei Töchter hatte. Seit mindestens 1819 lebte er in Sylda [1] im Mansfelder Land. Gangloffs ehemaliges Wohnhaus in Sylda ist heute nicht mehr zu besichtigen. Es wurde am 4. August 1981 abgerissen, als ein 140-Tonnen-Bagger von Hettstedt nach Nachterstedt verlegt werden musste. [↩]

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Johann Gottfried Boltze – Der erfolgreiche Unternehmer des 18. Jahrhunderts und sein Wirken für Salzmünde

Bild: Johann Gottfried Bolze und Ida Bertha Bolze, geborene Kamprad.

Die Familie Boltze ist seit langer Zeit in der Gegend um Salzmünde im heutigen Saalekreis beheimatet. Hier wurde am 14. Januar 1802 Johann Gottfried Boltze geboren. Sein Vater, während des Militärdienstes bei einem Schießunfall im Alter von 22 Jahren völlig ertaubt und an der rechten Hand schwer verstümmelt, schenkte sich nichts. Durch harte Arbeit ermöglichte er trotz der Widrigkeiten der napoleonischen Zeit und der eigenen Behinderung seiner Familie als Bauer, Gastwirt und Braunkohlegrubenbesitzer einen bescheidenen Wohlstand und, was besonders wichtig war, seinen beiden Söhnen eine gute Ausbildung. Der junge Johann Gottfried Boltze wurde auf die hallesche Privatschule Knorr gegeben. Sein Vater konnte lediglich ein fünftel des Schulgeldes aufbringen. Den Rest schickte er in Form von Lebensmitteln: Mehl, Butter, Speck und…

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Rudolf Christian Boettger – Erfinder und Universalgenie

Bild: Rudolf Christian Boettger.

Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Wolfgang Siegemund Rudolf Christian Boettger wurde am 28. April 1806 als dritter Sohn des Oberküsters der St. Stephansgemeinde in Aschersleben geboren. Sein Geburtshaus ist unmittelbar neben der Kirche St. Stephani zu finden. Im Alter von 11 Jahren kam er als Zögling in die FRANKESCHEN STIFTUNGEN nach Halle an der Saale. Im Jahre 1824 begann er, dem Wunsch seines Vaters entsprechend, ein Studium der Theologie an der Universität in Halle. Während der Zeit seines Studiums beschäftigte er sich wie schon in seiner Kindheit umfangreich mit Naturwissenschaften. Im Herbst 1828 trat er eine Stelle als Hauslehrer in der Nähe von Mühlhausen in Thüringen an. Drei Jahre später, nach dem er eine Verbesserung der Zündvorrichtung von Feuerzeugen erfunden…

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Christian Friedrich August Garcke und der Garckenstift in Bräunrode

Bild: Der Garckenstift in Bräunrode im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Christian Friedrich August Garcke wurde am 25. Oktober 1819 in Bräunrode im Mansfelder Land geboren. Als Sohn eines Oberförsters begann er im Jahre 1840 in Halle an der Saale Theologie zu studieren, begann aber nach bestandenem Staatsexamen sich mit Botanik zu befassen. Im Jahre 1851 zog er nach Berlin und war ab 1865 beim Königlichen Botanischen Institut angestellt. Zwei Jahre später wurde er Mitglied in der Prüfungskommission für Pharmazeuten und im Jahre 1871 wurde er zum außerordentlichen Professor für Heilpflanzenkunde ernannt. ­Garcke gab die verschiedensten Bücher zum Thema Flora heraus und galt als bedeutender Kenner der Materie. Noch zu Lebzeiten engagierte sich Garcke stark in sozialen Belangen, so verfügte er zum Beispiel das nach seinem Tod eine Stiftung gegründet wird.…

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Adolf Stoecker – Eine deutsche Karriere: Dorfpfarrer, Hofprediger, Politiker und Antisemit

Bild: Adolf Stoecker. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Adolf Stoecker wurde am 11. Dezember 1835 in Halberstadt als zweites Kind eines Wachtmeisters und Schmiedes geboren. Er hatte drei Geschwister und wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen in der Domstadt auf, konnte aber die Domschule in seiner Heimatstadt Halberstadt besuchen und das Abitur machen. Stoecker studierte danach bis1859 in Wittenberg und Berlin Theologie. Sein Studium schloss er mit dem Examen der Theologie und dem Oberlehrerexamen ab. Er arbeitete danach als Hauslehrer in Ostpreußen. 1862 unternahm er eine Reise nach Italien zum Vatikan.

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Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode

Bild: Fürst Otto zu Solberg-Wernigerode. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Otto zu Stolberg-Wernigerode wurde am 30. Oktober 1837 in Gedern in Hessen geboren. Er studierte Jura und Verwaltungswissenschaften in Göttingen und Heidelberg. Danach diente er in der preußischen Armee. Bereits 30jährig übernahm er auf Empfehlung Bismarcks das Amt des Ersten Oberpräsidenten der neu ins Leben gerufenen Preußischen Provinz Hannover, das er bis 1873 innehatte. Ab 1867 hatte er einen Sitz im Norddeutschen Reichstag.

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Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann – Der Erfinder des Vanillin

Bild: Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann - Der Erfinder des Vanillin. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann wurde am 10. Juni 1848 im kleinen, an dem Fluss Bode gelegenen Harzörtchen Rübeland geboren, welches zur damaligen Zeit zum Königreich Hannover gehörte. Nachdem Tiemann ab dem Jahre 1866 an der Braunschweiger Universität Pharmazie und Chemie studierte, promovierte er drei Jahre später und wurde an der Universität Berlin Assistent des bekannten Forschers Professor August Wilhelm von Hofmann. Kurze Zeit später promovierte Tiemann noch als externer Student an der Universität Göttingen.

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