Felix Graf von Luckner – der SEETEUFEL

Bild: Die SEEADLER oder ehemalige PASS OF BAHAMA. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Felix Graf Luckner wurde am 9. Juni 1881 in der Nähe von Dresden geboren. Er stammt somit zwar nicht aus dem unmittelbaren Harzgebiet, hatte aber trotzdem eine wichtige Bedeutung für die Stadt Halle an der Saale. Luckner wuchs bei seiner Großmutter in Halle auf und riss im Alter von 16 Jahren von dort aus, um zur See zu fahren. Zuerst heuerte er unter dem Pseudonym PHYLAX LÜDICKE auf einem russischen Segler an.

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Oswald Boelcke – eines der berühmtesten Fliegerasse des Ersten Welktrieges

Bild: Portrait des Jagdfliegers Oswald Boelcke. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Oswald Boelcke war einer der berühmtesten Jagdflieger des Ersten Weltkrieges – und nach der Anzahl der abgeschossenen feindlichen Jagdflugzeuge zweifellos ein Fliegerass. Boelcke wurde am 19. Mai 1891 in Giebichenstein – heute ein Ortsteil von Halle an der Saale – als Sohn eines Gymnasialprofessors geboren. Boelcke wuchs in Dessau auf und trat 1911 als Fahnenjunker [1] in das Telegraphen-Bataillon Nr. 3 ein, welches in Koblenz stationiert war. Der Fahnenjunker war und ist der niedrigste Unteroffiziersdienstgrad der deutschen Armee und wurde an Offiziersbewerber verliehen, die ein Abitur oder ein vergleichbares Abschlusszeugnis einer höheren Schule nachweisen konnten oder die Fähnrichprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten. Diese betraf Kenntnisse der allgemeinschulischen Bildung und wurde mündlich und/oder schriftlich in den Fächern Mathematik, Latein, Geografie, Geschichte, Fremdsprachen,…

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Prinzessin Viktoria Luise von Preußen

Bild: Prinzessin Viktoria Luise von Preußen mit ihrem Vater Kaiser Wilhelm II. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Viktoria Luise wurde am 13. September 1892 als Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen im kaiserlichen Marmorpalais in Potsdam geboren. Sie war das siebente Kind des Deutschen Kaisers Wilhelm II. und seiner ersten Frau Auguste Viktoria und die einzige Tochter des Paares. Bedingt durch die vielen Aufenthalte der Königsfamilie im In- und Ausland wurde Viktoria Luise von Hausdamen und Gouvernanten unterrichtet, was nach ihrer eigenen Aussage wohl für beide Parteien nicht immer sehr einfach gewesen ist, da sie sich in der Öffentlichkeit niemals frei bewegen konnte. Im Oktober des Jahres 1909 wurde sie in Potsdam konfirmiert und kurze Zeit später zur stellvertretenden Regimentschefin des 2. Leibhusarenregimentes ernannt, das zu dieser Zeit in Danzig-Langfuhr stationiert war. Da die Prinzessin eine sehr…

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Harry Dember – Ein bedeutender Physiker aus dem Mansfelder Land

Bild Der Physiker Harry Dember: © by Universität Dresden. Mit freundlicher Genehmigung der TU Dresden

Harry Dember wurde am 11.07.1882 im Leimbach im Mansfelder Land – heute Stadtteil von Mansfeld – geboren. Sein Vater Hermann war Buchbinder, ebenso wie die meisten Mitglieder der Familie, weiterhin gehörte die Familie der Jüdischen Gemeinde zu Eisleben an – hier stand die einzige Synagoge beider Mansfelder Kreise und so war es das Zentrum der Juden der Region. Nach dem Abitur begann Dember ein Studium der Literatur und Philosophie, wechselte aber kurze Zeit später zu den Naturwissenschaften und beendete 1909 sein Physikstudium an der TU Dresden und wurde im Jahr 1914 zum Professor berufen. Dember war dort am Physikalischen Institut beschäftigt, bestimmte im Jahr 1916 die LOCHSCHMIDTSCHE ZAHL und wurde dort im Jahr 1923 Direktor. Im Jahre 1931 entdeckte Dember den…

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Max Hoelz und der vergebliche Versuch, das Bürgertum abzuschlachten

Bild: Anschlag auf einen Güterzug während der Märzkämpfe in Mitteldeutschland. Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 119-2303E / unbekannt / CC-BY-SA.

Max Hoelz – oder wie er sich selbst schrieb Max Hölz – wurde am 14. Oktober 1889 in Moritz, einem kleinem Dorf bei Riesa, in Sachsen geboren. Als Kind armer Eltern musste er im kaiserlichen Deutschland schon früh zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Nach dem Abschluss der Volksschule arbeitete er als Tagelöhner auf verschiedenen Gutshöfen. Später arbeitete er als Hoteldiener in Baden-Baden und in London. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bildete er sich zum Vermessungstechniker weiter und heiratete 1915 Klara Buchheim, die Tochter eines Fuhrunternehmers aus dem sächsischen Vogtland.

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Fritz August Weineck – Der Kleine Trompeter

Bild: Pioniere grüßen Ende der 1950er Jahre vor dem Weineck-Denkmal in Halle an der Saale. Bild: Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 183-58198-0024 / Krueger / CC-BY-SA.

Friedrich August Weineck wurde am 26. März 1897 in Halle an der Saale geboren. Weineck lernte Bürstenbinder und wurde im Ersten Weltkrieg Soldat. 1921 heiratete er Meta Dietze, die beiden hatten ein Kind miteinander. 1924 wurde Weineck Mitglied im Spielmannszug des Roten Frontkämpferbundes, einer paramilitärischen Organisation der KPD. Nach dem Tode des damaligen Reichspräsidenten Friedrich Eberts durch eine verschleppte Blinddarmentzündung Ende Februar 1925 wurden in der Weimarer Republik Neuwahlen notwendig. Ernst Thälmann trat, unterstützt durch die Mehrheit der Arbeiterschaft in Mitteldeutschland, für die KPD an. Am 13. März fand in Halle eine Wahlkampfveranstaltung statt, in der neben Ernst Thälmann auch ausländische Funktionäre das Wort haben sollten. Durch einen Seiteneingang drang die Schutzpolizei unter Führung des Leutnants Pietzer in den Saal,…

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Generalfeldmarschall Karl Rudolf Gerd von Rundstedt

Bild: Portrait des Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt - 18.09.1947 in Nürnberg. Dieses Werk ist in den Vereinigten Staaten gemeinfrei, da es von einem Beamten oder Angestellten einer US-amerikanischen Regierungsbehörde in Ausübung seiner dienstlichen Pflichten erstellt wurde und deshalb nach Titel 17, Kapitel 1, Sektion 105 des US Code ein Werk der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist.

Karl Rudolf Gerd von Rundstedt wurde am 12.12.1875 in Aschersleben – heute Landkreis Salzlandkreis – als Sohn eines Husarenoffiziers [1] geboren. Er entstammte einer uralten preußischen Soldatendynastie, die über viele hundert Jahre ihren Kurfürsten, Königen und später dem Kaiser dienten [2]. Noch heute erinnert eine farbige Glasscheibe in einem der linken Fenster in der Apsis der Kirche St. Stephani zu Aschersleben an Gerd von Rundstedt. Gerd von Rundstedt besuchte das Realgymnasium in Frankfurt an der Oder, ging dann aber im Alter von zwölf Jahren an die Kadettenschulen Oranienstein und Groß-Lichterfelde. Der genaue Dienstgrad des Vaters Gerd von Rundstedts zum Zeitpunkt der Geburt ist mir nicht bekannt. Sicher ist aber, dass der Vater Gerd von Rundstedts später bis zum Generalmajor aufstieg.…

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General Helmuth Weidling – Ritterkreuzträger und letzer Kampfkommandant von Berlin

Bild: Drei Männer des Volkssturm stehen in Berlin Posten mit Panzerfaust beim Bau von Straßensperren. Bild: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-J31320.

Helmuth Otto Ludwig Weidling wurde am 02. November 1891 in der Harzstadt Halberstadt geboren. Nach der Schulausbildung trat er im Jahr 1911 als Fahnenjunker in das 6. Feldartillerieregiment der kaiserlichen Armee ein und wurde im darauf folgenden Jahr zum Leutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde Weidling als Beobachter und Batterieführer ausschließlich an der Westfront eingesetzt, kurze Zeit war er auch als Offizier auf den Zeppelin SACHSEN kommandiert und 1916 zum Oberleutnant ernannt. Nach Kriegsende wurde Weidling in das 100000-Mann-Heer der Weimarer Republik übernommen und dort 1922 zum Hauptmann befördert. Nach weiteren Verwendungen und Beförderungen wurde Weidling als Oberst zum Chef des Artillerie-Regiments 56 der faschistischen Wehrmacht, mit dem er auch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges am Polen-Feldzug teilnahm. Im weiteren…

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Wolfgang Zeller und die Filmmusik zu Jud Süss und Serengeti darf nicht sterben

Bild: Ausschnitt aus dem Filmplakat zum nationalsozialistischen antisemitischen Propagandafilm JUD SÜSS. Wolfgang Zeller war der Komponist der Filmmusik.

Wolfgang Zeller wurde am 12.09.1893 in Biesenrode bei Mansfeld als Sohn eines Pfarrers geboren. Bereits mit 8 Jahren nahm er Musikunterricht und begann schon als Schüler zu komponieren. Nach dem Abitur nahm er weiteren Unterricht in Berlin und München. Zwischen 1914 und 1918 nahm er als Soldat am ersten Weltkrieg teil. Während des Dritten Reiches machte Zeller unter anderen Musik für Propagandafilme wie zum Beispiel JUD SÜSS. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er unter anderem die Filmmusik für den antifaschistischen Film EHE IM SCHATTEN. Sein bekanntestes Werk ist wohl die Musik zu SERENGETI DARF NICHT STERBEN von Bernhard Grzimek. Zeller starb am 11.01.1967 in Berlin.

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Heinrich Kreipe – Das spektakuläre Kidnapping eines deutschen Generals und Ritterkreuzträgers auf der Insel Kreta

Bild: Generalmajor Heinrich Kreipe mit dem verletzten Arm bei seiner Ankunft in Kairo. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Heinrich Kreipe wurde am 05.06.1895 als Karl Heinrich Ferdinand Kreipe in Niederspier im heutigen Kyffhäuserkreis geboren. Sein Vater war evangelischer Pfarrer und hatte insgesamt 15 Kinder. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Kreipe unter anderem in Verdun und beendete den Krieg als Leutnant. Während der Weimarer Republik diente er weiter in der etwa 100.000 Mann starken Reichswehr. Im Zweiten Weltkrieg wurde er an der Ostfront eingesetzt und erhielt während der 900 Tage dauernden Besetzung der Stadt Leningrad am 13. Oktober 1941 das Ritterkreuz, nachdem er wenige Tage zuvor zum Oberst befördert wurde. Später wurde Kreipe der kommandierende Offizier der 79. Infanteriedivision, die in der blutigen Schlacht von Charkow sowie in Stalingrad kämpfte. Im September 1943 wurde Kreipe zum Generalmajor befördert und übernahm am 15. Februar…

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Wilhelm Bittrich – Ein Ritterkreuzträger und SS-General aus Wernigerode

Bild: Sturmgeschütz der SS in den Ardennen. Bild: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.

Wilhelm Bittrich wurde am 26.02.1896 in Wernigerode geboren und meldete sich 1914 als Freiwilliger zum Kriegsdienst im kaiserlichen Heer und wurde ein Jahr später zum Leutnant der Reserve befördert. 1916 wechselte er zur Luftwaffe und erhielt als Pilot beide Eiserne Kreuze für den Abschuss von 3 feindlichen Flugzeugen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges schloss er sich dem Freikorps HÜLSEN an und arbeitete in verschiedenen Berufen unter anderem als Sportlehrer und Angestellter, bevor er im Jahr 1924 Fluglehrer wurde. Im April 1930 kam er als Zivilangestellter zur Reichswehr und wurde zur Ausbildung der damaligen geheimen Luftwaffe ins russische Lipezk kommandiert. 1932 trat er in die SS ein und wurde schon im Oktober desselben Jahres zum Staffelführer ernannt.

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Martin und Albert Bormann – Die verzankten Paladine des Adolf Hitler

Bild: Auf dem Domplatz zu Halberstadt. Bild: © 2010 by Birk Karsten Ecke.

Gleich zwei Familienmitglieder der Familie des Postbeamten Theodor Bormann und seiner zweiten Frau Antonie machten Karriere in der unmittelbaren Umgebung des  Diktators Adolf Hitler. Neben dem Lebenslauf von Martin Bormann ist auch die Vita seines Bruders Albert Bormann äußerst interessant.

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Ludolf-Hermann – BUBI – von Alvensleben

Bild: Ludolf-Hermann von Alvensleben. Aufnahme vor 1934. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Ludolf-Hermann von Alvensleben – genannt Bubi – wurde am 17. März 1901 in Halle an der Saale geboren. Sein Vater war der preußische Generalmajor Ludolf von Alvensleben, dem seit 1899 in Schochwitz ein Gut gehörte (siehe Seite Schochwitz – Das Schloss). Nach dem Tod seines Vaters erbte von Alvensleben 1912 das verpachtete Gut seines Vaters. Im Jahr 1918 wurde er Soldat in einem Husarenregiment, aber das nahe Kriegsende verhinderte einen aktiven Kriegseinsatz. 1920 schloss er sich einem Freikorps an und in den Jahren 1923 bis 1929 war er Mitglied des STAHLHELM.

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Reinhard Heydrich – Der Reichsprotektor von Böhmen und Mähren und sein Ende

Bild: Der beschädigte Wagen Reinhard Heydrichs nach dem Attentat. Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 146-1972-039-44 / unknown / CC-BY-SA.

Reinhard Tristan Eugen Heydrich wurde am 07.03.1904 als Sohn des wohlhabenden Opernsängers und Komponisten Bruno Heydrich und seiner Frau Elisabeth in Halle an der Saale geboren. Seinen Vornamen – Reinhard – erhielt er nach dem Helden der ersten Oper seines Vaters, die dieser 9 Jahre vor der Geburt seines Sohnes komponierte . Dass der Prolog zu dieser Oper REINHARDS VERBRECHEN genannt wurde, soll unter den gegebenen Umständen einmal dem Zufall geschuldet sein.

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Günther Prien – Der berühmte Kapitänleutnant und Ritterkreuzträger aus Naumburg

Günther Prien wurde am 16.01.1908 in Osterfeld bei Naumburg geboren. Nachdem er 1923 die Schule beendete, begann er seine Laufbahn bei der Handelsmarine und fuhr 8 Jahre lang als Schiffsjunge und Matrose zur See. Im Jahr 1929 machte er sein Steuermannspatent und schon 3 Jahre später auch sein Kapitänspatent. Aufgrund der sich rapide verschlechternden Wirtschaftslage in der Seefahrt trat Prien im Januar des Jahres 1933 als einfacher Matrose der Reichsmarine bei. Nach der bestandenen Ausbildung und einem kurzen Zwischenspiel auf dem LEICHTEN KREUZER KÖNIGSBERG wechselte er im Jahr 1935 als Leutnant zur See in die neu geschaffene U-Boot Waffe.

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Heinrich „AJAX“ Bleichrodt – Ein erfolgreicher U-Boot-Kommandant und Ritterkreuzträger aus Berga am Kyffhäuser

Bild: Berga am Kyffhäuser ist der Geburtsort des Ritterkreuzträgers und U-Boot-Kommandanten Heinrich "AJAX" Bleichrodt. Aufnahme (c) 2013 by Birk Karsten Ecke.

Neben Günther Prien kam auch noch ein weiterer äußerst erfolgreicher wenn auch meistens Unbekannter U-Boot Kommandant aus dem Harz-Saale-Gebiet: Heinrich Bleichrodt wurde am 21. Oktober 1909 in Berga im heutigen Landkreis Mansfeld-Südharz geboren. Im April 1933 trat er in die Reichsmarine ein und nach verschiedenen Verwendungen auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK und dem Schweren Kreuzer ADMIRAL HIPPER wurde er im Oktober 1939, also kurz nach Kriegsausbruch, zur U-Boot Waffe versetzt.

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Otto Bösel – Ein Ritterkreuzträger aus Eisleben

Bild: Die legendäre deutsche FlaK 88 mit dem Kaliber 88 Millimeter in Nordafrika. Diese Flugabwehrkanone wurde wurde während des UNTERNEHMENS THESEUS erstmals sehr erfolgreich zur Bekämpfung von Panzern und Selbstfahrlafetten eingesetzt. Bild: Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 101I-443-1574-23 / Zwilling, Ernst A. / CC-BY-SA.

Der Ritterkreuzträger Otto Bösel wurde am 12. Juli 1913 in Eisleben geboren. Nach seiner militärischen Grundausbildung und einem Lehrgang bei einem Flugabwehrregiment wurde er zu im Zweiten Weltkrieg zu Beginn des Polen-Feldzuges in die 2. Batterie des Flakregimentes 43 versetzt. Danach folgten weitere Einsätze auf dem Balkan sowie von 1941 bis 1943 unter dem wohl berühmtesten Heerführer der Achsenmächte – Erwin Rommel – unter der Glutsonne Nordafrikas. Im Deutschen Afrikakorps wurden auch zum ersten Mal im großen Maßstab Flugabwehrkanonen gegen feindliche Panzer und Selbstfahrlafetten eingesetzt, weil andere geeignete Abwehrmittel bedingt durch einen langen und durch die Alliierten bedrohten Transportweg nur sehr eingeschränkt zur Verfügung standen.

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Egbert Hayessen – Ein Mitglied des Widerstandes gegen Adolf Hitler

Bild: Urteil des Deutschen Volksgerichtshofes gegen Egbert Hayessen und weitere Angeklagte des 20. Juli 1944. Dieses Werk gilt gemäß dem deutschen Urheberrecht als gemeinfrei, weil es Teil der Statute, Verordnung oder ein gesetzlicher Erlass (Amtliches Werk) ist, das durch eine deutsche Reichs-, Bundes- oder Landesbehörde bzw. durch ein deutsches Reichs-, Bundes- oder Landesgericht veröffentlicht wurde (§ 5 Abs.1 UrhG).

Egbert Hayessen wurde am 28.12.1913 in Eisleben geboren. Er war ein Mitglied des Widerstandes gegen Adolf Hitler des 20 Juli. Nach dem Abitur trat er als Berufssoldat der Deutschen Wehrmacht bei. Seit 1943 war Hayessen im Zweiten Weltkrieg im Stab von Friedrich Olbricht tätig. Hayessen wurde nach dem missglückten Attentates auf Adolf Hitler vom Volksgerichtshof am 15.08.1944 zum Tode verurteilt und am selben Tag in Berlin-Plötzensee gehängt.

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Hilde Benjamin – Die ROTE HILDE oder ROTE GUILLOTINE

Bild: Portrait der Hilde Benjamin. © Copyright by the Deutsche Fotothek of the Saxon State Library (SLUB).

Hilde Benjamin wurde am 2. Februar 1902 als Hilde Lange in der Industriestadt Bernburg an der Saale geboren. Ihr Vater war kaufmännischer Angestellter und das Elternhaus galt als liberal und weltoffen, die Familie hatte noch zwei weitere Kinder. Hilde Benjamin war eine der brutalsten Richterinnen in der DDR und stand den Richtern im Dritten Reich in nichts nach. Nach ihrem Abitur studierte sie von 1921 bis 1924 in Berlin, Heidelberg und Hamburg Jura. 1926 heiratete sie Georg Benjamin, der gemeinsame Sohn Michael kam im Jahr 1932 zur Welt.

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Hoyer von Mansfeld und die Schlacht von lignum catuli oder Welfesholz

Bild: Der Tod des Grafen Hoyer von Mansfeld. Skulptur in Welfesholz.

Mit Hoyer I. von Mansfeld, der in manchen Quellen auch als Hoyer II. bezeichnet wurde, beginnt die geschriebene Geschichte der Grafen von Mansfeld und der Grafschaft Mansfeld. Hoyer I. war der erste dieses Geschlechtes, der sich nach seinem Stammsitz, der Burg hoch über dem Städtchen Mansfeld, benannte. Weil seine Mutter bei der Geburt verstarb, rühmte sich Hoyer vor der Schlacht am Welfesholz:

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