


Bilder: Die Wasserburg Egeln.
Das Egelner Kastell diente dem Schutz der Heerstraße zwischen den damals bedeutenden Orte Goslar und Quedlinburg sowie Erfurt und Magdeburg. Hier anin Egeln an einer Furt des Flusses Bode kreuzten sich die beiden Heerstraßen. Im Schutze des Kastells siedelten sich Handwerker und Händler an und da die Heerstraße ständig belebt war, entwickelte sich aus der kleinen Ansiedlung bald ein Markt.
Bereits im 11. Jahrhundert - unter den Askaniern - wurde nordöstlich der Bode eine planmäßige Siedlung angelegt. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts erhielt Egeln das Stadtrecht und eine Stadtmauer. Auf dem Gelände der Burg wurde ein Kloster eingerichtet. Ab 1416 wechselte die Burg häufig den Besitzer. Entsprechend oft änderte sich auch die Funktion der Burganlage. Sie wurde erweitert, zum Schloss umgebaut, diente als Tafelgut, Vogtei und Sommerresidenz. Während des Dreißigjährigen Krieges war die Burg zeitweilig Hauptquartier der schwedischen Truppen um General Baner.


Bilder: Die Wasserburg Egeln.
Unter der der Herrschaft Preußens wurde die Burg in eine Domäne umgewandelt. Die Burg beherbergte viele bekannte Persönlichkeiten aus der preußischen Geschichte, so auch den berühmten General Blücher. Im Jahre 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde aus der Domäne ein Volkseigenes Gut (VEG). In der DDR teilte die Burganlage das gleiche Schicksal, das vielen ähnlich genutzten Gütern in der DDR auch beschieden war. Die Anlagen verfielen zusehends. Erst 1987 wurde mit der Restaurierung der Burg begonnen. Bis 1993 wurden der Bergfried und das Torhaus auf Initiative des Heimatvereines von Egeln restauriert. 1995 kam die Burg in den Besitz der Stadt Egeln. Heute sind auf dem Gelände der Wasserburg verschiedene Museen und Ausstellungen untergebracht.
Externe Links:
Wasserburg Egeln - MUSEUM EGELN
http://www.burg-egeln.de
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