Die Burg Anhalt
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Von der Burg Anhalt haben das gleichnamige Fürstentum und später das Bundesland Sachsen-Anhalt ihren Namen. Dennoch hatte die Burg über viele Jahrhunderte nur eine geringe Bedeutung. Die Burg Anhalt ist wahrscheinlich sehr alt, worauf ihr Name hinweist. Anhalt leitet sich von ANE HOLT ab, was soviel bedeutet wie OHNE HOLZ. Die Burg wurde also nur aus Stein gebaut, und das zu einer Zeit, in der viele Burgen aus Baumstämmen errichtet wurden. Die Ballenstedter Grafen verlegten zu Beginn des 12. Jahrhunderts ihren Sitz auf die Burg Anhalt. Doch bereits 1140 wurde die Burg bei Auseinandersetzungen mit den Welfen zerstört. Der berühmte Markgraf Albrecht der Bär ließ sie um 1150 neu aufbauen. Aus heute unbekannten Gründen wurde die neu errichtete Burg nur etwa 120 Jahre bewohnt. Ab dem 14. Jahrhundert verkam sie zusehends. 1525, dem Jahr des Bauernkrieges in Mitteldeutschland, wurde die Burg als nicht mehr bewohnbar bezeichnet. Erst mit dem Einzug der Romantik in Deutschland begann man sich der Burg zu besinnen. 1822 wurde der 85 Meter tiefe Brunnen ausgegraben. Zwischen 1901 und 1907 fanden Sicherungsmaßnahmen an der Ruine statt. Von der Burg Anhalt sind heute Reste des Bergfriedes, der Kapelle und des Burggrabens zu sehen. Zu erreichen ist die Burgruine Anhalt nur zu Fuß (Parkmöglichkeit zum Beispiel an der Selkemühle ➠ Wanderweg von dort aus etwa 2 Kilometer).
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