Die Stapelburg
1325
Die Burgruine Stapelburg liegt auf einer einzelnen Anhöhe in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Ortes im Landkreis Harz. Die Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts durch die Grafen von Wernigerode als Schutzburg für die Handels- und Heerstraßen des nördlichen Harzvorlandes gegründet. 1394 wurde die Burg an die Bischöfe von Halberstadt verkauft, die sie ihrerseits wieder an die Grafen von Wernigerode verpfändeten. Danach wechselte das Pfand bis zum Ende des 16. Jahrhunderts häufig den Besitzer. Unter anderem wurde die Stapelburg durch die Grafen von Stolberg und die Grafen von Schwarzburg genutzt. 1596 wurde die Burg an die Familie von Münchhausen verkauft. 1625 kaufte das Halberstädter Domkapitel die Burg zurück. Zeitweise befand sich die Stapelburg danach im Besitz der Familie von der Asseburg. 1722 kam die Burg nach Annulierung der Lehenshoheit des Stiftes Halberstadt in den Besitz der Grafen von Stolberg-Wernigerode. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Stapelburg nicht mehr bewohnt.

Bild: Die Ruine der Burg Stapelburg.
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Das Alte Schloss bei Wippra im Harz
1150
Wippra im Harz hatte im Hochmittelalter drei Burgen: die Altenburg, die Kanzel und das Schloss. Die Altenburg und die Kanzel gehörten im 11. Jahrhundert wahrscheinlich Brüdern, die einer niedrigen Adelsfamilie entstammten. Von diesen zwei Burgen sind nur Wallreste vorhanden. Eine größere Bedeutung hatte das so genannte Alte Schloss, das auf einem felsigen Bergrücken unmittelbar nördlich des Ortes Wippra erbaut wurde. Das Alte Schloss mit war Sitz der Grafen von Wippra, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts ausstarben. Danach kam die Grafschaft an die Herren von Hackeborn. Im 13., 14. und 15. Jahrhundert wechselten die Besitz- und Lehnsverhältnisse häufig. Unter anderem wurde das Schloss von den Grafen von Hohnstein, den Grafen von Stolberg, von Mansfeld und den Grafen von Querfurt genutzt. 1148 kam das Alte Schloss Besitz des Grafen Volrad von Mansfeld. Die Grafen von Mansfeld setzen gegen Ende des 15. Jahrhunderts die als Amtmänner tätigen Herren von Hoym auf die Alte Burg bei Wippra. Später mussten die Grafen wegen ihrer finanziellen Schieflage das Schloss sogar an die Herren von Hoym verpfänden. Schloss und Herrschaft Wippra kamen später an den berühmten Grafen Albrecht VII. von Mansfeld-Hinterort. Die Herrschaft Wippra wurde mit der des nahen Rammelburg vereinigt. Zu dieser Zeit war das Schloss wahrscheinlich schon unbewohnt, denn der Zeitgenosse Albrechts, der Chronist Spangenberg berichtet nur nebulös von einem aus Ziegelsteinen gebauten Turm mit roten Zinnen.
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Der Alte Falkenstein
1100
In der Nähe des Harzdorfes Pansfelde liegen die Ruinen der Burg Alter Falkenstein. Der alte Falkenstein wurde unter Kaiser Heinrich IV. (1050-1106) errichtet. Langen Bestand hatte die Burg aber nicht, denn sie liegt mindestens seit dem Anfang des 12. Jahrhunderts wüst. Wahrscheinlich wurde die Burg nach der Niederlage von Kaiser Heinrich in der Schlacht am Welfesholz im Jahre 1115 zerstört. Die siegreichen Sachsen unter ihrem Herzog Lothar zerstörten in der Harzregion etliche Burgen, die dem Kaiser oder seinen Anhängern gehörten. Die Burg wurde in den folgenden Jahrhunderten nie wieder aufgebaut. Von der Anlage sind nur noch spärliche Reste der Ringmauer und des Grabens zu sehen. Nicht einmal zwei Kilometer entfernt befindet sich die noch heute hervorragend erhaltene Burg Falkenstein.
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Interne Links:
Hoyer von Mansfeld und die Schlacht von lignum catuli oder Wefesholz
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Die Burg Anhalt
1000
Von der Burg Anhalt haben das gleichnamige Fürstentum und später das Bundesland Sachsen-Anhalt ihren Namen. Dennoch hatte die Burg über viele Jahrhunderte nur eine geringe Bedeutung. Die Burg Anhalt ist wahrscheinlich sehr alt, worauf ihr Name hinweist. Anhalt leitet sich von ANE HOLT ab, was soviel bedeutet wie OHNE HOLZ. Die Burg wurde also nur aus Stein gebaut, und das zu einer Zeit, in der viele Burgen aus Baumstämmen errichtet wurden. Die Ballenstedter Grafen verlegten zu Beginn des 12. Jahrhunderts ihren Sitz auf die Burg Anhalt. Doch bereits 1140 wurde die Burg bei Auseinandersetzungen mit den Welfen zerstört. Der berühmte Markgraf Albrecht der Bär ließ sie um 1150 neu aufbauen. Aus heute unbekannten Gründen wurde die neu errichtete Burg nur etwa 120 Jahre bewohnt. Ab dem 14. Jahrhundert verkam sie zusehends. 1525, dem Jahr des Bauernkrieges in Mitteldeutschland, wurde die Burg als nicht mehr bewohnbar bezeichnet. Erst mit dem Einzug der Romantik in Deutschland begann man sich der Burg zu besinnen. 1822 wurde der 85 Meter tiefe Brunnen ausgegraben. Zwischen 1901 und 1907 fanden Sicherungsmaßnahmen an der Ruine statt. Von der Burg Anhalt sind heute Reste des Bergfriedes, der Kapelle und des Burggrabens zu sehen. Zu erreichen ist die Burgruine Anhalt nur zu Fuß (Parkmöglichkeit zum Beispiel an der Selkemühle ➠ Wanderweg von dort aus etwa 2 Kilometer).
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Die Gersdorfer Burg bei Quedlinburg
961
Die Gersdorfer Burg hat wahrscheinlich schon 961 bestanden, als die VILLA GERWIGESTHORP an das Stift Quedlinburg überschrieben wurde. 1155 wurde ein Burchardus de Gersthorp als Lehensempfänger des Stiftes erwähnt. 1303 wurde die Burg erneuert. Die Gersdorfer Burg wurde wenige Jahre später während der Fehde zwischen den Grafen von Regenstein und den Bischöfen von Halberstadt zumindest teilweise zerstört. 1369 wurde sie erneut aufgebaut. 1756 wurde die Gersdorfer Burg mit Ausnahme des Bergfriedes abgetragen. Die gewonnenen Steine wurden für den Bau eines Wirtschaftshofes verwendet.
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Interne Links:
Quedlinburg - Die Bicklingswarte
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