
Bild: Die Kornflaschen von Friedeburgerhütte.
Das Mansfelder Land war über viele Jahrhunderte vom Kupferschieferbergbau und der Verhüttung des Kupfers geprägt. Bei der Verhüttung des Kupferschiefers fielen enorme Mengen Schlacke an, die über einen langen Zeitraum als Abfall angesehen wurde. Aber erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die mehr als reichlich anfallende Schlacke entsprechend genutzt.
Die Kornflaschen sind aus Mansfelder Schlacke gemauert und absolut wasserdicht verfugt. Die Schlacke selbst ist aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften auch wasserabweisend. Der Deckel der Kornflaschen befand sich etwa einen Meter unter der Erdoberfläche, sodass in ihrem Inneren eine konstante Temperatur herrschte. Das Getreide war unter diesen Bedingungen über Jahre haltbar. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Kornflaschen intensiv genutzt.
Leider wurden die Kornflaschen um 1913 zum Teil zerstört, als der Hang zwecks Gewinnung von Lehm abgetragen wurde. Da die Mauern nun dem Wetter ausgesetzt waren, verfielen sie langsam aber unaufhaltsam. Bis 2001 wurden die Reste der Kornflaschen saniert und vor weiterem Verfall geschützt.



Bilder: Die Kornflaschen von Friedeburgerhütte.
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