Plötzkau – Die Geschichte von Burg und Schloss und den Fürsten von Anhalt Plötzkau

In Plötzkau liegt oberhalb der Saale das gleichnamige Schloss. Bereits vor dem Jahr 1100 hat an der Stelle des jetzigen Schlosses eine Burg gestanden, denn ab 1069 ist ein Graf Bernhard von Plötzkau verbürgt. Schon 1139 wurde diese Burg von den Welfen zerstört. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts starben die Grafen von Plötzkau aus. Die kriegerischen Zeiten wurden den beiden letzten Grafen zum Verhängnis.


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Konrad II. starb 1132 bei einem Überfall aus einem Hinterhalt in Italien und sein Bruder Bernhard II. kam bei der Teilnahme an einem Kreuzzug im Jahre 1147 im Nahen Osten ums Leben. Im Jahre 1152 bekam Albrecht der Bär durch König Friedrich I. (Barbarossa) die Herrschaft Plötzkau zum Lehen. Barbarossa versuchte damit, den ewigen Streit zwischen Askaniern und Welfen zu schlichten. 1170, mit dem Tode Albrechts des Bären, wurde sein Sohn Bernhard zum Herren über Plötzkau.

Ab 1422 wurden gleich drei Lehnsherren eingesetzt: Hans von Hoym, Friedrich von Hoym und Dietrich von Freckleben. Vierzehn Jahre danach verstarb Dietrich von Freckleben und auch die Herren von Hoym verließ das Schloss Plötzkau. Die Burg kam wieder in anhaltinischen Besitz. Ab 1566 wurde mit dem Umbau der Burg zum Renaissanceschloss begonnen, das 1573 fertiggestellt war. Dabei wurde auch der Bergfried bis auf seine heutige Höhe von 37 Meter aufgestockt.

Bild: Stolz wie der Hahn der Großtrappe erhebt sich das Schloss Plötzkau mit seinem imposanten Bergfried über die Saaleaue.

Bild: Stolz wie der Hahn der Großtrappe erhebt sich das Schloss Plötzkau mit seinem imposanten Bergfried über die Saaleaue.

Bis zum Dreißigjährigen Krieg erlebte das Schloss und das 1603 entstandene Fürstentum Anhalt-Plötzkau ihre Blütezeit. Man unterhielt im nur 40 Quadratkilometer großen Land, in dem nur etwa 2000 Menschen lebten, eine eigene kleine Armee. Die Fürsten prägten eigene Münzen und organisierten die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit, auch die hohe, vollkommen eigenständig. In den Jahren des Dreißigjährigen Krieges wurde das Fürstentum Anhalt-Plötzkau, so wie alle anderen mitteldeutschen Herrschaften auch, stark in Mitleidenschaft gezogen. Der damals regierende Fürst August von Anhalt-Plötzkau konnte aber durch Diplomatie wenigstens das Schleifen des Schlosses verhindern. Fürst August verstarb 1653 hoch verschuldet und das Fürstentum wurde nun von drei seiner Söhne gemeinsam regiert.

Bild: Schloss Plötzkau war einst Residenz des kleinsten Fürstentums in Deutschland.

Bild: Schloss Plötzkau war einst Residenz des kleinsten Fürstentums in Deutschland.

Bild: Schloss Plötzkau war einst Residenz des kleinsten Fürstentums in Deutschland.

Bild: Schloss Plötzkau war einst Residenz des kleinsten Fürstentums in Deutschland.

Bild: Schloss Plötzkau war einst Residenz des kleinsten Fürstentums in Deutschland.

Bild: Schloss Plötzkau war einst Residenz des kleinsten Fürstentums in Deutschland.

1665 wurde das Fürstentum Anhalt-Plötzkau mit dem Fürstentum Anhalt-Köthen zum Fürstentum Anhalt-Köthen-Plötzkau zusammengelegt, nachdem die plötzkauer Linie ausgestorben war. Im 18. Jahrhundert befanden sich auf dem Schloss zuerst eine Lackwaren- und dann eine Tuchfabrik. Später wurden auch Vieh- und Jahrmärkte auf dem Schloss abgehalten. Zwischen 1841 und 1884 wurde auf dem Schloss eine Strafanstalt eingerichtet. Danach war das Schloss eine Domäne. Nach dem zweiten Weltkrieg waren auf Schloss Plötzkau Umsiedler untergebracht. Nach der Wende wurden am Schloss umfangreiche Werterhaltungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Bild: Schloss Plötzkau - Blick in den Schlosshof.

Bild: Schloss Plötzkau – Blick in den Schlosshof.

Bild: Schloss Plötzkau - Blick in den Schlosshof.

Bild: Schloss Plötzkau – Blick in den Schlosshof.

Bild: Schloss Plötzkau - Blick in den Schlosshof.

Bild: Schloss Plötzkau – Blick in den Schlosshof.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

Bilder: Schloss Plötzkau.

 

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