Hans-Dietrich Genscher – Einer der Väter der Deutschen Einheit

Bild: Hans-Dietrich Genscher beim Zuhören im Jahre 2007. This work is free software; you can redistribute it and/or modify it under the terms of the GNU General Public License as published by the Free Software Foundation; either version 2 of the License, or any later version. This work is distributed in the hope that it will be useful, but without any warranty; without even the implied warranty of merchantability or fitness for a particular purpose. Urheber Mario Duhanic.

Hans Dietrich Genscher wurde am 21. März des Jahres 1927 in Reideburg bei Halle an der Saale geboren. Die Kleinstadt wurde im Jahre 1950 nach Halle an der Saale eingemeindet. Seine Eltern waren der Jurist Kurt Genscher und die Bauerntochter Hilde Genscher, geborene Kreime. Sein Vater starb im Jahre 1937. Genscher besuchte die Oberschule in Halle. Er wurde 1943 als Luftwaffenhelfer verpflichtet und kam ein Jahr später zum Reichsarbeitsdienst. Gegen Ende des Krieges geriet er als Angehöriger der Armee Wenck – die mit Kindern und alten Männern gegen die unaufhaltsam siegenden Alliierten kämpfen sollte – in Gefangenschaft.

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August Hermann Francke und die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale

Bild: Das ehemalige Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Bild: © 2012 by Bert Ecke.

August Hermann Francke wurde am 22. März 1663 in Lübeck geboren. Er war einer der bekanntesten Vertreter des Pietismus in Mitteldeutschland. Sein Vater Johann Francke war Jurist und seine Mutter Anna Francke entstammte einer Patrizierfamilie. Im Jahre 1666 zog die Familie nach Gotha und Francke und besuchte dort 1676 für ein Jahr das Gymnasium. Die restliche Zeit wurde er privat unterrichtet. 1679 schrieb er sich als Student der Philosophie an der Universität zu Erfurt ein, wechselte er bald zum Studium der Theologie an die Universität Kiel. Francke kam damit in den Genuss eines von einem Onkel mütterlicherseits – er war Pastor – gestiftetes Stipendium. Francke muss zu dieser Zeit recht ruhelos gewesen sein, denn bereits 1882 ging er für kurze…

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Georg Friedrich Händel

Bild: Georg Friedrich Händel. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale geboren. Sein Vater Georg war Hofchirurg, Barbier und Wundarzt in Halle und plante für seinen Sohn eine juristische Karriere. Diese lehnte der junge Händel jedoch ab und als er im Alter von 8 Jahren das erste mal vor dem Herzog von Sachsen-Weißenfels auf einer Orgel spielte war auch Händels Vater vom Talent seines Sohnes überzeugt und ermöglichte ihm eine Ausbildung als Musiker. Händel wurde im Jahre 1697 an den Königlichen Hof nach Berlin geschickt, wo er unterstützt von Kurfürst Friedrich III in Italien eine Ausbildung erhalten sollte. Sein Vater nahm das Angebot jedoch nicht an. 1702 ging Händel nach Halle zurück und immatrikulierte an der damals neugeschaffenen…

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Rudolf Christian Boettger – Erfinder und Universalgenie

Bild: Rudolf Christian Boettger.

Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Wolfgang Siegemund Rudolf Christian Boettger wurde am 28. April 1806 als dritter Sohn des Oberküsters der St. Stephansgemeinde in Aschersleben geboren. Sein Geburtshaus ist unmittelbar neben der Kirche St. Stephani zu finden. Im Alter von 11 Jahren kam er als Zögling in die FRANKESCHEN STIFTUNGEN nach Halle an der Saale. Im Jahre 1824 begann er, dem Wunsch seines Vaters entsprechend, ein Studium der Theologie an der Universität in Halle. Während der Zeit seines Studiums beschäftigte er sich wie schon in seiner Kindheit umfangreich mit Naturwissenschaften. Im Herbst 1828 trat er eine Stelle als Hauslehrer in der Nähe von Mühlhausen in Thüringen an. Drei Jahre später, nach dem er eine Verbesserung der Zündvorrichtung von Feuerzeugen erfunden…

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Christian Friedrich August Garcke und der Garckenstift in Bräunrode

Bild: Der Garckenstift in Bräunrode im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Christian Friedrich August Garcke wurde am 25. Oktober 1819 in Bräunrode im Mansfelder Land geboren. Als Sohn eines Oberförsters begann er im Jahre 1840 in Halle an der Saale Theologie zu studieren, begann aber nach bestandenem Staatsexamen sich mit Botanik zu befassen. Im Jahre 1851 zog er nach Berlin und war ab 1865 beim Königlichen Botanischen Institut angestellt. Zwei Jahre später wurde er Mitglied in der Prüfungskommission für Pharmazeuten und im Jahre 1871 wurde er zum außerordentlichen Professor für Heilpflanzenkunde ernannt. ­Garcke gab die verschiedensten Bücher zum Thema Flora heraus und galt als bedeutender Kenner der Materie. Noch zu Lebzeiten engagierte sich Garcke stark in sozialen Belangen, so verfügte er zum Beispiel das nach seinem Tod eine Stiftung gegründet wird.…

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Felix Graf von Luckner – der SEETEUFEL

Bild: Die SEEADLER oder ehemalige PASS OF BAHAMA. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Felix Graf Luckner wurde am 9. Juni 1881 in der Nähe von Dresden geboren. Er stammt somit zwar nicht aus dem unmittelbaren Harzgebiet, hatte aber trotzdem eine wichtige Bedeutung für die Stadt Halle an der Saale. Luckner wuchs bei seiner Großmutter in Halle auf und riss im Alter von 16 Jahren von dort aus, um zur See zu fahren. Zuerst heuerte er unter dem Pseudonym PHYLAX LÜDICKE auf einem russischen Segler an.

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Oswald Boelcke – eines der berühmtesten Fliegerasse des Ersten Welktrieges

Bild: Portrait des Jagdfliegers Oswald Boelcke. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Oswald Boelcke war einer der berühmtesten Jagdflieger des Ersten Weltkrieges – und nach der Anzahl der abgeschossenen feindlichen Jagdflugzeuge zweifellos ein Fliegerass. Boelcke wurde am 19. Mai 1891 in Giebichenstein – heute ein Ortsteil von Halle an der Saale – als Sohn eines Gymnasialprofessors geboren. Boelcke wuchs in Dessau auf und trat 1911 als Fahnenjunker [1] in das Telegraphen-Bataillon Nr. 3 ein, welches in Koblenz stationiert war. Der Fahnenjunker war und ist der niedrigste Unteroffiziersdienstgrad der deutschen Armee und wurde an Offiziersbewerber verliehen, die ein Abitur oder ein vergleichbares Abschlusszeugnis einer höheren Schule nachweisen konnten oder die Fähnrichprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten. Diese betraf Kenntnisse der allgemeinschulischen Bildung und wurde mündlich und/oder schriftlich in den Fächern Mathematik, Latein, Geografie, Geschichte, Fremdsprachen,…

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Fritz August Weineck – Der Kleine Trompeter

Bild: Pioniere grüßen Ende der 1950er Jahre vor dem Weineck-Denkmal in Halle an der Saale. Bild: Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 183-58198-0024 / Krueger / CC-BY-SA.

Friedrich August Weineck wurde am 26. März 1897 in Halle an der Saale geboren. Weineck lernte Bürstenbinder und wurde im Ersten Weltkrieg Soldat. 1921 heiratete er Meta Dietze, die beiden hatten ein Kind miteinander. 1924 wurde Weineck Mitglied im Spielmannszug des Roten Frontkämpferbundes, einer paramilitärischen Organisation der KPD. Nach dem Tode des damaligen Reichspräsidenten Friedrich Eberts durch eine verschleppte Blinddarmentzündung Ende Februar 1925 wurden in der Weimarer Republik Neuwahlen notwendig. Ernst Thälmann trat, unterstützt durch die Mehrheit der Arbeiterschaft in Mitteldeutschland, für die KPD an. Am 13. März fand in Halle eine Wahlkampfveranstaltung statt, in der neben Ernst Thälmann auch ausländische Funktionäre das Wort haben sollten. Durch einen Seiteneingang drang die Schutzpolizei unter Führung des Leutnants Pietzer in den Saal,…

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Reinhard Heydrich – Der Reichsprotektor von Böhmen und Mähren und sein Ende

Bild: Der beschädigte Wagen Reinhard Heydrichs nach dem Attentat. Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 146-1972-039-44 / unknown / CC-BY-SA.

Reinhard Tristan Eugen Heydrich wurde am 07.03.1904 als Sohn des wohlhabenden Opernsängers und Komponisten Bruno Heydrich und seiner Frau Elisabeth in Halle an der Saale geboren. Seinen Vornamen – Reinhard – erhielt er nach dem Helden der ersten Oper seines Vaters, die dieser 9 Jahre vor der Geburt seines Sohnes komponierte . Dass der Prolog zu dieser Oper REINHARDS VERBRECHEN genannt wurde, soll unter den gegebenen Umständen einmal dem Zufall geschuldet sein.

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Max Hoelz und die Märzkämpfe 1921 in Mitteldeutschland

Bild: Am 21. März 1921 riefen die radikalen Kräfte innerhalb der kommunistischen Strömungen zum Generalstreik aus. In Eisleben wurden auf dem Markt die Schaufenster der Geschäfte eingeschlagen und es kam zu Plünderungen. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Zu Anfangszeiten der Weimarer Republik wurde Deutschland immer wieder durch schwere Unruhen erschüttert, z.B. durch den RUHRAUFSTAND, den KAPP PUTSCH oder den SPARTAKUSAUFSTAND. Das politisch nicht stabile System und die Unzufriedenheit der Bürger durch die schlechte wirtschaftliche Lage leisteten den verschieden Extremen Kräften von linken und rechten Parteien Vorschub. Diese Unruhen endeten erst mit der teilweisen wirtschaftlichen Erholung in den so genannten GOLDENEN ZWANZIGERN ab 1924, als eine neue Währung eingeführt wurde und die Reparationen von Seiten der Entente gemildert wurden. Auch in Mitteldeutschland gab es zu Anfang der zwanziger Jahre Putschversuche, die viele – auch unschuldige – Todesopfer forderten.

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Der Unfall eines Fahrzeuges der französischen Militärverbindungsmission in Halle an der Saale im Jahre 1984 beim Manöver JUG 84

Bild: Ural 375D der Nationalen Volksarmee. Foto aus privater Sammlung 1968.

Am 22. März 1984 kam es in den Morgenstunden in Halle an der Saale zu einem schweren Unfall zwischen einem Fahrzeug der Französischen Militärverbindungsmission – La Mission Militaire Francaise de Liaison (MMFL) – und einem URAL der Nationalen Volksarmee (NVA). An der Kreuzung von Dölauer Straße und Nordstraße bzw. Brandbergweg wurde die Mercedes Limousine (vermutlich des Typs W123) der MVM (Alliierte Militärverbindungsmission) durch einen URAL 375D der NVA, der als Straßensperre eingesetzt wurde, gerammt. Dabei wurde der französische Fahrer Sergeant (Feldwebel) Phillipe Mariotti getötet sowie die 2 weiteren Insassen des Fahrzeuges, darunter ein Offizier, teilweise schwer verletzt.

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Zappendorf bei Halle an der Saale – Die Betsäule

Bild: Die Betsäule von Zappendorf.

In den Tälern der Flüsschen Laweke und Salzke liegt die zum historischen Saalekreis gehörende Gemeinde Zappendorf. Der Ort wurde 1288 erstmals schriftlich erwähnt, ist aber sicher uralten Ursprunges. Zappendorf stand im Mittelalter ganz im Schatten des bedeutenderen, heute jedoch wüsten Flatersleben. Kirchlich gehörte Zappendorf zum benachbarten Müllerdorf. Cyriacus Spangenberg berichtete im 16. Jahrhundert über Zappendorf kurz und bündig: „Ist ein Filial, gen Müllerdorf gehörig. Sonst habe ich nichts Gedechtniswürdiges gefunden.“

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mons etherus – mons serenus – Der Petersberg bei Halle an der Saale – Ein Berg im Wandel der Zeit mit Kloster und Stiftskirche

Das Quarzporphyrmassiv des Petersberges bei Halle an der Saale erhebt sich als weithin sichtbares Wahrzeichen aus der ihn umgebenden – im Süden und Westen wellig-hügeligen, im Norden und Osten aber weitgehend flachen – Landschaft. Die Kuppe des Petersberges liegt etwa 250 Meter über dem Meeresspiegel. Im Hochmittelalter wurde der Berg zuerst mons etherus – Luchtberg – und dann mons serenus – Lauterberg – genannt. Die Bezeichnung Petersberg kam erst im 12. Jahrhundert auf, als der Berg nach der dem heiligen Petrus geweihten Stiftskirche auf seiner Kuppe benannt wurde.

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Petersberg bei Halle an der Saale – Der Bismarckturm

Bild: Tradition und Moderne. Der Bismarckturm und der Fernsehturm auf dem Petersberg bei Halle an der Saale.

Nach der Gründung de Deutschen Reiches und einem starken wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland machte sich überall in Deutschland eine bis dahin nicht gesehene patriotistische Bewegung breit. So initiierte Pfarrer Dienemann aus dem nahegelegenen Ort Stumsdorf im Jahre 1899 den Bau eines Bismarckturmes auf dem exponierten Massiv des Petersberges bei Halle an der Saale. Wie für etliche andere andere Bismarcktürme auch, wurde für den Turm auf dem Petersberg der Entwurf GÖTTERDÄMMERUNG des Architekten Wilhelm Kreis ausgewählt.

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Reinstedt – Der Fritz Weineck Gedenkstein und die Geschichte vom Kleinen Trompeter

Bild: Der Fritz-Weineck-Gedenkstein in Reinstedt.

Wohl jeder, der in der DDR aufgewachsen ist, kennt aus seiner Schulzeit das Lied vom KLEINEN TROMPETER . Dieses Lied ist dem Hornisten des Roten Frontkämpferbundes Fritz Weineck gewidmet, der 1897 in Halle an der Saale geboren wurde. Weineck erlente den Beruf eines Bürstenbinders und im Ersten Weltkrieg wurde er Soldat. Im Jahre 1921 in der Weimarer Republik heiratete er. 1924 wurde er Mitglied im Roten Frontkämpferbund, einer straff organisierten halbmilitärischen Organision, die insbesondere Schutzaufgaben während der Versammlungen der kommunistischen Partei Deutschlands übernahm.

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