Betriebsessen in der DDR in den Betrieben des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck und die „Woche der Gesunden Ernährung 1989“ im VEB Walzwerk Hettstedt

Bild: Deckblatt des Rezeptheftes "Woche der Gesunden Ernährung 1989" vom VEB Walzwerk Hettstedt.

Die Betriebe des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck haben Ihren Beschäftigten in den Kantinen neben einer Versorgung mit Bockwurst und belegten Brötchen in der Frühstückspause auch warme Mittagessen ausgegeben. Eine warme Mahlzeit gab es auch in Mittagschichten und den Nachtschichten, wenn in den Betrieben in Schichten gearbeitet wurde. Da in der Regel in der DDR auch Frauen ganztägig berufstätig waren, hatte das Mittagessen in den Betrieben einen besonderen Stellenwert. Abends wurde meist nicht zu Hause gekocht, auch aus Zeitgründen.

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Hettstedt – Die Industrieruine Saigerhütte

Bild: Blick auf die ehemalige Saigerhütte bei Hettstedt. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Während der Wirren des in Mitteldeutschland so verheerend wütenden Dreißigjährigen Krieges erfuhr die Produktion von Kupfer und seinen Nebenprodukten einen deutlichen Niedergang. Nach 1631 wurde das Saigerverfahren in der Grafschaft Mansfeld nur noch auf der Katharinenhütte in Leimbach betrieben, so gering waren die zu verarbeitenden Kupfermengen. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erholte sich die Kupferverarbeitung langsam, sodass ab 1685 die Kapazität der Katharinenhütte nicht mehr genügte. Die Platzverhältnisse ließen eine Erweiterung der Katharinenhütte nicht zu.

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Die Wassereinbrüche auf dem Otto-Brosowski-Schacht bei Siersleben

Bild: Der Otto-Brosowski-Schacht bei Augsdorf im Landkreis Mansfeld-Südharz. Aufnahme aus dem Jahre 2006.

Wassereinbrüche waren in den Kupferschieferschächten im Mansfelder Revier immer schon ein Problem. Für die Wasserhaltung wurden seit Jahrhunderten hohe finanzielle Mittel aufgewandt – eine Voraussetzung für den sicheren Kupferschieferbergbau in der Mansfelder Mulde. Es wurden teils lange Stollen zur Entwässerung der Schächte angelegt. Für das Mansfelder Revier hatte der Schlüsselstollen von Eisleben nach Friedeburg mit 31 Kilometern Länge eine besondere Bedeutung.

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Die Strebarbeit der Bergleute im Kupferschieferbergbau im Mansfelder Revier in historischer Zeit

Bild: Kumpel des VEB MANSFELDKOMBINAT WILHELM PIECK bei der Arbeit unter Tage 1952. Bild: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.

Im Bergbau des Mansfelder Landes wurden die Bergleute immer nach der Menge des geförderten erzhaltigen Kupferschiefers entlohnt, für taubes Gestein gab es kein Geld. Deshalb wurde der Streb, das ist der Arbeitsplatz des Bergmannes so niedrig wie möglich gehalten. Im allgemeinen war das die Schulterhöhe des im Liegen arbeitenden Häuers, also etwa 40 Zentimeter. Jeder Bergmann hatte einen Streb von etwa 3 Meter Breite zu bearbeiten. Die Arbeitsweise bedingte, dass nur Rechtshänder als Häuer arbeiten konnten. Ein Linkshänder hätte den neben ihm arbeitenden Häuer mit der Keilhaue schwer verletzt.

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Der Volksaufstand des 17. Juni 1953 in Mitteldeutschland

Bild: Gedenktafel am Andreaskirchplatz in der Lutherstadt Eisleben (Aufnahme Juli 2011 von Bert Ecke).

Nach dem Tod Stalins am 05. März 1953 keimten unter den Völkern, die unter der sowjetischen Herrschaft standen Hoffnungen auf, dass sich die wirtschaftliche und politische Lage in den besetzten Gebieten bessern würde. Doch blicken wir kurz zurück ins Jahr 1945. Im Februar des Jahres trafen sich die Regierungschefs der alliierten Länder im sowjetischen Kurort Jalta, wo sie über die Neuaufteilung der europäischen Landkarte sprachen. Die sowjetischen Forderungen gingen sogar soweit, dass man den Großteil Europas inklusive der italienischen Halbinsel forderte. Diesen Bedingungen Stalins stimmten Churchill und Roosevelt nicht zu, jedoch erhielt die Sowjetunion den Großteil des Balkan, die Tschechoslowakei und das Baltikum als SICHERHEITSZONE zugesprochen. Auch wurde bei dieser Konferenz die Aufteilung des Dritten Reiches und Berlins in die…

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Mägdesprung – Das Industriemuseum Carlswerk und die Fürsten von Anhalt

Bild: Das Industriemuseum Carlswerk in Mägdesprung.

„vndt damit unsere Unterthanen wiederumb etwaß nahrung zugeführet werden möge bewogen worden den Eysenstein nachsuchen zu lassen vndt darumb einen Eysenhammer anzulegen Solches Wergk aber weill es ganz neue zu erheben nicht alleine einen großen Verlag erfordert sondern auch wenn mit nutz vndt ohne schaden geführet werden soll durch Jemandes getrieben werden muß so des Handels kundig.“ Aus den Gründungsurkunden der Eisenhütte Mägdesprung

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Das Mansfeld-Museum zu Hettstedt-Burgörner

Bild: Kläubestall für Kupfererz. In diesen Kläubeställen wurde das taube Gestein manuell vom metallhaltigen Gestein getrennt.

In unmittelbarer Nähe der ehemaligen Kupfer-Silber-Hütte in Hettstedt im Herzen des Mansfelder Landes befindet sich im so genannten Humboldt-Schlösschen das Mansfeld-Museum. An diesem historischen Ort lernte Wilhelm von Humboldt seine spätere Frau Caroline von Dacheröden kennen, die er 1791 heiratete. Humboldt und seine Frau lebten einige Jahre in diesem Schloss.

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Hettstedt – Die Industrieruine ZENTRALE ELEKTROWERKSTATT ZEW

Bilder: Die Ruinen des ehemaligen Betriebes ZENTRALE ELEKTROWERKSTATT - ZEW.

Der Elektrobetrieb entstand auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerkes III in Hettstedt – unmittelbar an der Wipper in der Nähe der Bleihütte. Im Jahre 1907 erfolgte der Bau einer elektrischen Schaltstation für die nahegelegene Kupferkammerhütte, die eine Gesamtleistung von etwa 3.000 Kilowatt hatte [1]. Mit der zunehmenden Elektrifizierung der Industriebetriebe innerhalb der MANSFELD wurde auch eine planmäßige Instandhaltung der Kabelführungen, Schaltanlagen und Elektromotore erforderlich. Nach Überlieferung von Zeitzeugen wurden Elektromotore im Keller des Kraftwerkes III neu gewickelt. Die heute für einen Industriebetrieb nicht groß erscheinende elektrische Leistung von 3 Megawatt muss man im Kontext jener Zeit sehen. Ein Großteil der Antriebsleistung der Werkstätten wurde nach wie vor durch Dampfmaschinen zentral erzeugt und durch Transmissionsriemen auf einzelne Maschinen verteilt. [↩]

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Hettstedt – Der Rohsteinkran an der ehemaligen Bessemerei

Bild: Die Industrieruine Rohsteinkran auf der ehemaligen Bessemerei der Kupfer-Silber-Hütte in Hettstedt. Aufnahme aus dem Jahre 2008.

An der Straße B86 zwischen Hettstedt und Großörner fällt in südlicher Richtung – unmittelbar neben der Wipper – ein großer Bockkran auf. Der Bockkran gehörte bis zur Wiedervereinigung zur so genannten Bessemerei des VEB MANSFELD KOMBINAT WILHELM PIECK. Mithilfe dieses Kranes wurde der von Rohhütten mittels Werksbahn angelieferte Rohstein, aber auch notwendige Zuschlagstoffe, in eine Bunkeranlage umgeladen.

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Eisleben und Wimmelburg – Die Industrieruine Krughütte oder Karl-Liebknecht-Hütte

Bild: Natur und Industrie nah beieinander - An der oberen Schlackenhalde der Krughütte am Weg von Eisleben nach Wimmelburg.

Die Anfänge der Krughütte In den 1860er und 70er Jahren wurden in der Umgebung der Stadt Eisleben vermehrt große Schachtanlagen zur Förderung des Kupferschiefers in Betrieb genommen. Diese Schachtanlagen, unter denen besonders die Gruben MARTIN, ERNST, SEGEN GOTTES und OTTO zu nennen sind, förderten bereits im Jahre 1875 eine Masse von 110.000 Tonnen Kupferschiefer.

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Sangerhausen – Die Halde Hohe Linde oder Thomas-Münzer-Schacht

Bild: Die Kegelhalde des Thomas-Müntzer-Schachtes bei Sangerhausen vom Wildrosenpfad aus gesehen. Die Halde ist mit Raureif bedeckt. Aufnahme vom März 2006.

Am 9. September 1951 wurde auf dem Thomas-Münzer-Schacht durch das gerade gegründete VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck nördlich der Stadt Sangerhausen mit der Förderung von Kupferschiefer begonnen. Der Schacht wurde nach dem Prediger und Bauernführer Thomas Müntzer, der im nahen Stolberg im Harz geboren wurde, benannt – allerdings in der falschen Schreibweise seines Nachnamens [1]. Wie es zu der falschen Namensgebung kam, ist dem Verfasser dieses Artikels nicht bekannt. Eigentlich hätte der Schacht Thomas-Müntzer-Schacht heißen müssen. [↩]

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Eisleben – Das Denkmal Seilscheibe

Bild: Detailansichten vom Denkmal Seilscheibe in der Lutherstadt Eisleben.

Im Mansfelder Revier wurde der Bergbau auf Kupferschiefer bereits Ende der 1960er Jahre eingestellt. Die Kosten für die Erzeugungskette vom Kupferschiefer bis zum fertigen Kupfererzeugnis stand in keinem Verhältnis zu den Erlösen. Der Kupferschieferbergbau wurde in die Sangerhäuser Mulde verlagert. Allerdings wurden auch diese Schächte innerhalb kurzer Zeit nach der Deutschen Wiedervereinigung in Folge ökonomischer Zwänge geschlossen.

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Hettstedt – Der Obelisk Flamme der Freundschaft

Bild: Der Obelisk Flamme der Freundschaft in der Abenddämmerung.

In der Wipperstadt Hettstedt befindet sich – etwas abgelegen von der Fernverkehrsstraße B180 und von dieser auch nicht einsehbar – der Obelisk Flamme der Freundschaft. Der Obelisk wurde im II. Wohnkomplex – zwischen Schillerstraße, Maxim-Gorki-Straße und Heinrich-Mann-Weg – auf einem großen unbebauten Platz errichtet. Nach der gesellschaftlichen Wende in der DDR wurde über den Weiterbestand des zweifellos ideologisch vorbelasteten Denkmales ähnlich emotional diskutiert wie über das Lenindenkmal in der Lutherstadt Eisleben. Das Schicksal des Leinindenkmals ist dem Obelisken bisher erspart geblieben – bis jetzt wurde die Flamme der Freundschaft nicht abgerissen.

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