Eike von Repgow – Der Verfasser des Sachsenspiegel

Bild: Die Burg Falkenstein im Unterharz gilt als der Ort, an dem Eike von Repgow den Sachsenspiegel verfasst hat.

Eike von Repgow ist um das Jahr 1180 in Reppichau (heute Landkreis Anhalt-Bitterfeld) geboren, wann genau, ist heute nicht mehr herauszufinden. Leider ist über den Lebensweg des Eike von Repgow so gut wie nichts bekannt. Sein Vater und auch schon sein Großvater haben zur Besatzung der Burg Giebichenstein, in Halle an der Saale gelegen, gehört. Sicher war die Familie Eikes begütert. Eike von Repgow hat für damalige Verhältnisse eine außerordentlich gute Ausbildung genossen.

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August Hermann Francke und die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale

Bild: Das ehemalige Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Bild: © 2012 by Bert Ecke.

August Hermann Francke wurde am 22. März 1663 in Lübeck geboren. Er war einer der bekanntesten Vertreter des Pietismus in Mitteldeutschland. Sein Vater Johann Francke war Jurist und seine Mutter Anna Francke entstammte einer Patrizierfamilie. Im Jahre 1666 zog die Familie nach Gotha und Francke und besuchte dort 1676 für ein Jahr das Gymnasium. Die restliche Zeit wurde er privat unterrichtet. 1679 schrieb er sich als Student der Philosophie an der Universität zu Erfurt ein, wechselte er bald zum Studium der Theologie an die Universität Kiel. Francke kam damit in den Genuss eines von einem Onkel mütterlicherseits – er war Pastor – gestiftetes Stipendium. Francke muss zu dieser Zeit recht ruhelos gewesen sein, denn bereits 1882 ging er für kurze…

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Der Dieb und Spion Christian Andreas Käsebier

Bild: Der Dieb und Räuber Christian Andreas Käsebier im Berliner Gefängnis. Stich eines unbekannten Künstlers. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Käsebier wurde im Jahre 1713 – nach anderen Angaben einige Jahre früher – als Sohn eines Schneiders in Halle an der Saale Fleischergasse und heutigen Mittelstraße Nr. 18 geboren. Wie zu damaliger Zeit üblich, erlernte auch er diesen Beruf, bevor er etwa zwanzigjährig auf die schiefe Bahn geriet und mit dem Glücksspiel begann. Bei seinem ersten großen Diebstahl im heute österreichischen Linz erbeutete er 600 Gulden, mit dieser Summe kehrte er wieder nach Halle zurück und eröffnete dort eine Pferdevermietung. Da ihm diese Arbeit aber auch nicht dauerhaft zusagte, begann er wieder mit seine Gaunereien. So bestahl er zum Beispiel in Dresden den schwedischen Botschafter, in Wien einen Arzt und einen Offizier und in Prag einen katholischen Geistlichen.

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Bild: Ermsleben - heute Stadt Falkenstein im Harz - ist der Geburtsort des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Johann Wilhelm Ludwig Gleim war einer der bekanntesten Schriftsteller seiner Zeit. Er wurde am 2. April 1719 in Ermsleben – heute Stadt Falkenstein im Harz – geboren. Er studierte ab 1739 in Halle an der Saale Rechtswissenschaft. Gleim befasste sich bereits zu dieser Zeit literarischen und poetischen Studien. Im Jahre 1740 wurde Gleim Hauslehrer in Potsdam, wo er den Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt – Mitglied einer Seitenlinie der Hohenzollern – kennenlernte. Der Prinz nahm nahm in bald als Privatsekretär in seine Dienste. Gleim begleitete den Prinzen im Jahre 1744 in den Zweiten Schlesischen Krieg. Während der Belagerung der Stadt Prag fiel allerdings der Prinz. Gleim fand daraufhin eine Anstellung bei Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau – dem noch heute legendären ALTEN…

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Novalis – Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg

Bild: Das Schloss der Familie von Hardenberg in Wiederstedt.

Georg Friedrich Philip Freiherr von Hardenberg wurde am 2. Mai 1772 im Schloss zu Wiederstedt bei Hettstedt im Mansfelder Land als Sohn des Großgrundbesitzers Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg als zweites Kind von elf Kindern geboren. Friedrich von Hardenberg war als Kind besonders schwächlich und anfällig. Die Mutter, Auguste Bernhardine, verwöhnte ihn. Dennoch wuchs er in einem streng pietistisch geprägten Elternhaus auf [1]. Sein Vater zeigte erst Interesse am Sohn, als er dessen besonderen intellektuellen Fähigkeiten erkannte. Er nahm ihn mit auf Geschäftsreisen und ab 1783 verbrachte Friedrich von Hardenberg längere Zeit bei einem weltoffenen Onkel auf Schloss Luckum bei Helmstedt. Der Pietismus ist eine im 17. und 18. Jahrhundert entstandene religiöse Bewegung des deutschen Protestantismus, in deren Mittelpunkt die…

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Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil – Der Begründer der modernen Jagd- und Forstwirtschaft

- WALD VOR WILD -

Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil wurde am 28. März 1783 im kleinen Ort Rammelburg im Harz geboren. Sein Vater Johann Gottlob Benjamin Pfeil war der Justizamtmann und Generalbevollmächtigter der Familie von Friesen, seine Mutter Johanna, eine geborene Göcking, entstammte einer später geadelten preußischen Familie. Pfeil hatte noch sieben weitere Geschwister und sollte nach dem Willen seiner Eltern in die Fußstapfen seines Vaters treten und Rechtswissenschaften studieren. Für diese Zukunft wurde er bis zum Alter von 14 Jahren von einem Hauslehrer unterrichtet, bevor er Schüler des Ehrwürdigen STEPHANEUM GYMNASIUMS in Aschersleben wurde. Durch den frühen Tod seines Vaters im Jahre 1800 musste er aus finanziellen Gründen seine schulische Laufbahn abbrechen und trat im Forstamt Königshof – beim Oberharzer Örtchen Elbingerode – gelegen…

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Adolf Stoecker – Eine deutsche Karriere: Dorfpfarrer, Hofprediger, Politiker und Antisemit

Bild: Adolf Stoecker. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Adolf Stoecker wurde am 11. Dezember 1835 in Halberstadt als zweites Kind eines Wachtmeisters und Schmiedes geboren. Er hatte drei Geschwister und wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen in der Domstadt auf, konnte aber die Domschule in seiner Heimatstadt Halberstadt besuchen und das Abitur machen. Stoecker studierte danach bis1859 in Wittenberg und Berlin Theologie. Sein Studium schloss er mit dem Examen der Theologie und dem Oberlehrerexamen ab. Er arbeitete danach als Hauslehrer in Ostpreußen. 1862 unternahm er eine Reise nach Italien zum Vatikan.

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Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode

Bild: Fürst Otto zu Solberg-Wernigerode. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Otto zu Stolberg-Wernigerode wurde am 30. Oktober 1837 in Gedern in Hessen geboren. Er studierte Jura und Verwaltungswissenschaften in Göttingen und Heidelberg. Danach diente er in der preußischen Armee. Bereits 30jährig übernahm er auf Empfehlung Bismarcks das Amt des Ersten Oberpräsidenten der neu ins Leben gerufenen Preußischen Provinz Hannover, das er bis 1873 innehatte. Ab 1867 hatte er einen Sitz im Norddeutschen Reichstag.

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Prinzessin Viktoria Luise von Preußen

Bild: Prinzessin Viktoria Luise von Preußen mit ihrem Vater Kaiser Wilhelm II. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Viktoria Luise wurde am 13. September 1892 als Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen im kaiserlichen Marmorpalais in Potsdam geboren. Sie war das siebente Kind des Deutschen Kaisers Wilhelm II. und seiner ersten Frau Auguste Viktoria und die einzige Tochter des Paares. Bedingt durch die vielen Aufenthalte der Königsfamilie im In- und Ausland wurde Viktoria Luise von Hausdamen und Gouvernanten unterrichtet, was nach ihrer eigenen Aussage wohl für beide Parteien nicht immer sehr einfach gewesen ist, da sie sich in der Öffentlichkeit niemals frei bewegen konnte. Im Oktober des Jahres 1909 wurde sie in Potsdam konfirmiert und kurze Zeit später zur stellvertretenden Regimentschefin des 2. Leibhusarenregimentes ernannt, das zu dieser Zeit in Danzig-Langfuhr stationiert war. Da die Prinzessin eine sehr…

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Mysteriöse Morde am Brocken im Harz

Bild: Blick vom Torfhaus bei Braunlage auf den Brockengipfel. Aufnahme vom April 2012.

Die tödlichen Schüsse des depressiven Gustav Büker Im Jahre 1934 kam es im Brockengebiet zu zwei kurz aufeinanderfolgenden brutalen Mordfällen: Das erste Opfer war ein 62jähriger pensionierter Direktor einer Bankfiliale aus dem westniedersächsischen Osnabrück. Hugo Schurig befand sich auf einem mehrwöchigen Erholungsurlaub im Harz und startete eine mehrtägige Wanderung am 21. Juni 1934 von Bad Grund, fuhr mit dem Bus erst nach Altenau und später weiter zum Torfhaus, um von dort seinen Aufstieg zum Brocken zu beginnen. Nach erfolgreicher Besteigung des immerhin 1.141 Meter hohen Berges wollte er weiter nach Bad Harzburg wandern, wo er allerdings nie ankam. Sein letztes Lebenszeichen war eine Ansichtskarte, die er auf dem Bergplateau aufgab.

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Alexisbad und der VEREIN DEUTSCHER INGENEURE – VDI

Bild: Alexisbad im Winter 2010/2011.

Alexisbad im Harz im 19. Jahrhundert Der kleine Ort Alexisbad – romantisch im Tal der Selke inmitten des Ostharzes gelegen – hat eine sehr lange Bergbautradition. Aber auch als Kurort hatte sich Alexisbad in früheren Zeiten einen guten Namen erworben. Im Jahre 1766 wurde die heilende Wirkung des Wassers eines Bergwerkstollens entdeckt und für Kuren verwendet. Herzog Alexius Friedrich von Anhalt-Bernburg gründete im Jahre 1810 das Alexisbad. Bald entwickelte sich Alexisbad zu einem Ort für eine illustre Gesellschaft. Es wurde eine Spielbank eröffnet, zu der auch einfache Leute Zutritt hatten.

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Hettstedt – Die Dampfmaschine auf der Preußischen Hoheit

Bild: Risszeichnung der Hettstedter Dampfmaschine. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Die Wasserhaltung war, zumindest seit man die Schächte in eine größere Tiefe teufte, eines der großen Probleme des Mansfelder Kupferschieferbergbaues. Zur Bewältigung der Wassermassen wurden in der vorindustriellen Zeit Pumpen eingesetzt, die durch Pferdegöpel angetrieben wurden. Wasser zum Antrieb dieser Pumpen stand zumindest im Hettstedter Revier wegen der Lage hoch über dem Flüsschen Wipper nicht zur Verfügung.

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Die Geschichte der Bergschule in Eisleben

Bild: Das Katharinenstift mit dem Knappenbrunnenen in Eisleben. Hier war zwischen 1817 und 1844 die Bergschule untergebracht.

Eng mit der Geschichte der alten Bergbaustadt Eisleben ist die Bergschule verbunden. Bereits gegen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts erkannten die Bergbaubetriebe in der Mansfelder Mulde, dass sie entsprechend ausgebildetes Führungspersonal benötigen würden, um den Kupferschieferbergbau langfristig aufrecht erhalten zu können. Allerdings war die politische Situation im Gebiet um Eisleben und Hettstedt zu jener Zeit eher ungünstig – es gab eine Berggrenze.

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Die Grafen von Mansfeld und ihre Herrschaft

Bild: St. Georg - der Drachentöter - ist der Schutzheilige der Stadt Mansfeld. Motiv auf einem Mansfelder Segenstaler.

Um die Geschichte der Grafschaft Mansfeld verstehen zu können, ist ein Exkurs bis in die Zeit der germanischen Völkerwanderung in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung erforderlich. Nachdem das Thüringerreich im Jahre 531 in der Schlacht von Burgscheidungen durch anstürmende Sachsen und Franken zerschlagen wurde, ließen sich im heutigen Mansfelder Land die Sachsen nieder.

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Fridericus Rex oder Friedrich der Große und der Mythos Preußen – Der Siebenjährige Krieg und die Schlacht bei Rossbach

Bild: Friedrich der Große und der Feldscher (um 1793-95) von Bernhard Rode. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Im Siebenjährigen Krieg kam es am 5. November 1757 in dem damals kursächsischen Ort Roßbach zu einer der größten Schlachten dieses Krieges. Im auch DRITTER SCHLESISCHER KRIEG genannten Konflikt fanden die Schlachten nicht nur in Europa statt – sie wurden auch in Nordamerika, Indien, in der Karibik und auf den Weltmeeren ausgetragen.

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Der Siebenjährige Krieg und die Bürden der Menschen im Unterharz

Bild: Der preußische General Friedrich Wilhelm von Seydlitz in der Schlacht bei Rossbach. Ausschnitt aus einem Gemälde eines unbekannten Künstlers. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

„Aber ach! Wie schrecklich ist des Krieges Bild! Flammende Städte, und zu Steinhaufen nieder getrümmert! Verheerte Länder, in welchen die Dörfer von Menschen leer… Thränende Augen! Blutende Wunden! verstümmelte Glieder zu Tausenden! … Gemißhandelte, Barbarisch Gemißhandelte! Geplündert und nackend gemachte zu Tausenden! … Was düncket uns bey dem Anblick dieses Schauplatzes unserer Zeiten? Es sind doch keine Bilder ohne Wesen. Es sind von uns selbst erlebte Begebenheiten, unser Auge hat sie gesehen. Unser Ohr hat sie gehöret.“ Der Bäckermeister Abelmann aus Hannover kurz nach dem Siebenjährigen Krieg. (Quelle /1/).

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Im Königreich Westphalen – Die kleine Harzgemeinde Wippra wird widerwillig Hauptstadt eines Kanton

Bild: Die Gaststätte Schieferhaus in Wippra. Hier waren einst auch das Amtsgericht und das Gefängnis untergebracht. Render © 2012 by Birk Karsten Ecke.

Eine kurze Reise durch die Zeit: Über das Königreich Westphalen Das Königreich Westfalen – oder in der zeitgenössischen Schreibweise Westphalen – wurde nach dem Frieden von Tilsit [1] im Jahre 1807 durch den französischen Kaiser Napoleon Bonaparte gegründet. Napoleon Bonaparte wollte mit seinem „Royaume de Westphalie“ einen Modellstaat gründen, der politisch, administrativ und militärisch unter vollständiger Kontrolle Frankreichs stand und nach seinem Willen eine Vorbildwirkung für weitere deutsche Länder haben sollte. Das Gebiet umfasste in seiner Blütezeit in den Jahren zwischen 1811 und 1813 eine Fläche von mehr als 45.000 Quadratkilometer und war damit etwa so groß wie heute Niedersachsen. Gebildet wurde es aus vormals preußischen Gebieten westlich der Elbe, Teilen von Hessen und Braunschweig. Die zugehörigen Gebiete veränderten sich…

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Wilhelm von Humboldt und Hettstedt-Burgörner

Bild: Das Humboldt-Schlösschen zu Hettstedt-Burgörner.

Einleitung – Das Gut Burgörner Burgörner – im Tal der Harzwipper gelegen und heute ein Stadtteil der viel größeren Stadt Hettstedt – wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte schon im 14. Jahrhundert zur Grafschaft Mansfeld. Die Bewohner Burgörners waren seinerzeit Bauern, die aber wegen der Nähe zum Kupferberg und zu Hettstedt schon Kontakt zum Bergbau und den Kupferhütten hatten. 1723 legte der aus Leipzig stammende Kaufmann Johann Schwabe in Burgörner den Grundstein der Kupferkammerhütte – heute als ehemalige Bleihütte bekannt.

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Die Feier zum 700-jährigen Jubiläum des Mansfelder Kupferschieferbergbaues im Jahre 1900 in Eisleben – Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. gibt sich schweren Herzens die Ehre

Bild: Die elektrische Kleinbahn auf dem Markt von Eisleben. Fotografie von Anfang des 20. Jahrhunderts. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Die Vorbereitungen zum Fest Erste Planungen für die Jubelfeier In den ersten Monaten des Jahres 1900 wurde seitens der MANSFELDSCHEN KUPFERSCHIEFERBAUENDEN GEWERKSCHAFT der Beschluss gefasst, das 700-jährige Bestehen des Kupferschieferbergbaues und des Hüttenwesens feierlich zu begehen. An den Feierlichkeiten sollten nach dem Willen der Deputierten der Gewerkschaft auch Kaiser Wilhelm II von Preußen und seine Frau Auguste Viktoria teilnehmen. Kaiser Wilhelm II. hatte sehr konservative Ansichten bezüglich der Monarchie, und so verbot sich wegen der nach wie vor herrschenden Standesschranken eine direkte Kontaktaufnahme der Mansfeldschen Gewerkschaft mit seiner Majestät. Der Deputierte Graf von Hohenthal musste sich daher – trotz seiner Stellung als Adeliger – erst umständlich mit dem Oberhofmarschallamt unter der Leitung des Grafen Eulenburg [1] in Verbindung setzen. Das…

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Max Hoelz und die Märzkämpfe 1921 in Mitteldeutschland

Bild: Am 21. März 1921 riefen die radikalen Kräfte innerhalb der kommunistischen Strömungen zum Generalstreik aus. In Eisleben wurden auf dem Markt die Schaufenster der Geschäfte eingeschlagen und es kam zu Plünderungen. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Zu Anfangszeiten der Weimarer Republik wurde Deutschland immer wieder durch schwere Unruhen erschüttert, z.B. durch den RUHRAUFSTAND, den KAPP PUTSCH oder den SPARTAKUSAUFSTAND. Das politisch nicht stabile System und die Unzufriedenheit der Bürger durch die schlechte wirtschaftliche Lage leisteten den verschieden Extremen Kräften von linken und rechten Parteien Vorschub. Diese Unruhen endeten erst mit der teilweisen wirtschaftlichen Erholung in den so genannten GOLDENEN ZWANZIGERN ab 1924, als eine neue Währung eingeführt wurde und die Reparationen von Seiten der Entente gemildert wurden. Auch in Mitteldeutschland gab es zu Anfang der zwanziger Jahre Putschversuche, die viele – auch unschuldige – Todesopfer forderten.

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