Heinrich von Morungen – Ein berühmter Minnesänger des Hochmittelalter

Bild: Heinrich von Morungen in einer Abbildung des CODEX MANESSE. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Heinrich von Morungen ist eine der großen Persönlichen des Hochmittelalters. Obwohl er einer berühmtesten Minnesänger seiner Zeit war – heute würde man ihn zweifellos mit einem Popstar vergleichen – liegt von seinem Lebenslauf sehr viel im Dunkel der Geschichte. In der Zeit um 1160 oder nur wenige Jahre früher wurde Heinrich von Morungen geboren. Als Geburtsort kommt die Alte Burg in Morungen bei Sangerhausen in Frage [1]. Seine Vorfahren gehörten dem niederen Adel an und hatten Verbindungen zum Kloster Walkenried und dem Stift Kaltenborn [2]. In der Umgebung des Dorfes Morungen gibt es zwei Burgruinen – die Alte Burg und die Neue Burg. An der Burgruine Neu-Morungen wurde 1925 vom Harzverein eine Tafel mit einem Hinweis auf den Geburtsort des…

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Johann Gottfried Wilhelm Gangloff – Die Legende um einen Wilddieb

Bild: Gedenkstein in Sylda zum Andenken an den Wilddieb Johann Gottfried Gangloff.

Johann Gottfried Wilhelm Gangloff wurde am 23. Mai 1794 in Hohlstedt in der Goldenen Aue geboren. Seine Eltern waren Weber, deshalb kann angenommen werden, dass er in Armut aufwuchs. Seine soziale Herkunft bedingte, dass auch Gangloff nur den Beruf des Webers erlernen konnte. Im Jahre 1817 heiratete er. Über seine Familie ist fast nichts bekannt, außer dass er vier Söhne und zwei Töchter hatte. Seit mindestens 1819 lebte er in Sylda [1] im Mansfelder Land. Gangloffs ehemaliges Wohnhaus in Sylda ist heute nicht mehr zu besichtigen. Es wurde am 4. August 1981 abgerissen, als ein 140-Tonnen-Bagger von Hettstedt nach Nachterstedt verlegt werden musste. [↩]

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Ein kurzer Abriss über den Bergbau im Mansfelder- und Sangerhäuser Revier

Bild: Bergleute im Kupferschieferbergbau bei der Strebarbeit in historischer Zeit.

Im Jahre 1199 sollen die Bergknappen Nappian und Neucke auf dem Kupferberg bei Hettstedt mit dem Bergbau auf Kupferschiefer begonnen haben. Der Kupferschieferbergbau und in seinem Gefolge auch die kupferverarbeitenden Gewerke und Industrien waren über einen Zeitraum von 790 Jahren die Haupterwerbsquelle der Bevölkerung im südöstlichen Harzvorland. Der Überlieferung nach sollen die beiden aus Sachsen eingewanderten Bergknappen das erste Kupferschiefer gefunden und so den Kupferschieferbergbau im Mansfelder Land begründet haben. Die beiden Bergknappen sind in der über viele Jahrhunderte für die Häuer typischen liegenden Arbeitshaltung dargestellt. Diese Arbeitshaltung hat stets schwere Gesundheitsschäden hervorgerufen. In diesem Gebiet – also den Revieren um Mansfeld, Eisleben und Sangerhausen – wurden insgesamt 2.6 Millionen Tonnen reines Kupfer und 14200 Tonnen reines Silber zu Tage…

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Wettelrode bei Sangerhausen – Das Besucherbergwerk Röhrigschacht

In Wettelrode, einem kleinen Dorf unweit Sangerhausen, befindet sich ein einzigartiges Bergbaumuseum. Hier kann man die lange Tradition des Kupferschieferbergbaues im Sangerhäuser Revier hautnah erleben und sich ein Bild über die schweren und gefährlichen Arbeitsbedingungen der Bergleute unter Tage machen.

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Sangerhausen – Das Spenglermuseum

Bild: Eingangsbereich des Spengler-Museums in Sangerhausen.

Unmittelbar neben dem Bahnhof Sangerhausen befindet sich das Spengler-Museum. Herzstück des Museums ist das fast vollständige Skelett eines Altmammut, auch Steppenelefant genannt. 1930 entdeckte der Besitzer einer Kiesgrube bei Edersleben Knochen. Darüber sprach er mit dem Sangerhäuser Heimatforscher und Schreiner Gustav Adolf Spengler, der gemeinsam mit seinem Sohn die fossilen Funde ausgrub.

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Sangerhausen – Die Halde Hohe Linde oder Thomas-Münzer-Schacht

Bild: Die Kegelhalde des Thomas-Müntzer-Schachtes bei Sangerhausen vom Wildrosenpfad aus gesehen. Die Halde ist mit Raureif bedeckt. Aufnahme vom März 2006.

Am 9. September 1951 wurde auf dem Thomas-Münzer-Schacht durch das gerade gegründete VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck nördlich der Stadt Sangerhausen mit der Förderung von Kupferschiefer begonnen. Der Schacht wurde nach dem Prediger und Bauernführer Thomas Müntzer, der im nahen Stolberg im Harz geboren wurde, benannt – allerdings in der falschen Schreibweise seines Nachnamens [1]. Wie es zu der falschen Namensgebung kam, ist dem Verfasser dieses Artikels nicht bekannt. Eigentlich hätte der Schacht Thomas-Müntzer-Schacht heißen müssen. [↩]

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