Robert Büchner – Der erste Oberbürgermeister von Eisleben nach dem Zweiten Weltkrieg

Bild: Kundgebung der Kampfgruppen der DDR am Lenindenkmal von Eisleben. Historische Aufnahme aus den 1980er Jahren.

Einleitung Bis zum 9. Dezember 1991 stand in der alten Bergbau- und Industriestadt Eisleben in zentraler Lage am Plan ein überlebensgroßes Lenindenkmal. Um dieses Denkmal rankte sich die Geschichte der Rettung vor der Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges durch klassenbewusste Arbeiter. Von Seiten der Regierung der DDR wurde diese Rettungsgeschichte immer wieder verbreitet. Ihren Ausgang hat diese Legende bei Robert Büchner – dem ersten Bürgermeister der Lutherstadt Eisleben nach dem Zweiten Weltkrieg – genommen. Wieviel an dieser Legende wahr oder erfunden ist, wird sich wahrscheinlich nicht mehr herausfinden lassen. Die Persönlichkeit Robert Büchner jedenfalls ist faszinierend. Sein Lebenslauf ist durch ständige Wechsel zwischen Karriere und Degradierung gekennzeichnet und auch geprägt durch Widersprüche. Es gibt nur wenige Menschen, die immer wieder bei den…

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Felix Graf von Luckner – der SEETEUFEL

Bild: Die SEEADLER oder ehemalige PASS OF BAHAMA. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Felix Graf Luckner wurde am 9. Juni 1881 in der Nähe von Dresden geboren. Er stammt somit zwar nicht aus dem unmittelbaren Harzgebiet, hatte aber trotzdem eine wichtige Bedeutung für die Stadt Halle an der Saale. Luckner wuchs bei seiner Großmutter in Halle auf und riss im Alter von 16 Jahren von dort aus, um zur See zu fahren. Zuerst heuerte er unter dem Pseudonym PHYLAX LÜDICKE auf einem russischen Segler an.

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Nordhausen und das Konzentrationslager Mittelbau-Dora – Die Hölle auf Erden im Paradies Harz!

Bild: Das ehemalige Krematorium des Konzentrationslagers Mittelbau-DORA.

Ein wichtiger Hinweis: Mit Kindern unter 12 Jahren sollten Sie diese Seite über das Konzentrationslager MITTELBAU-DORA nicht ansehen. Als die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland die Macht ergriffen, begannen sie sofort damit ihre Feinde einzusperren. In der Anfangszeit geschah dies noch unter sehr improvisierten Bedingungen, die ersten Haftanstalten waren teilweise umgebaute Scheunen oder anderen Gebäude. Nach dem RÖHM-PUTSCH im Jahr 1934 unterstanden die Konzentrationslager – auch KZ genannt – einheitlich der SS, während sie vorher der SA oder der lokalen Polizei untergeordnet waren. Zu dieser Zeit wurden eine überall gültige Lagerordnung und einheitliche Baupläne für die kommenden Lager erarbeitet.

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Die Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora bei Nordhausen – This is what Hell must be like!

Bild: Infanterist der US ARMY in der typischen Uniform wie sie an der Westfront getragen wurde. Aufnahme vom BIG RED ONE MUSEUM am POINTE DU HOC - OMAHA BEACH - Normandie aus dem Jahre 2010.

Ein wichtiger Hinweis: Mit Kindern unter 12 Jahren sollten Sie diese Seite über das Konzentrationslager MITTELBAU-DORA nicht ansehen. Als die 104. Infanteriedivision – die legendären TIMBERWOLVES – der 1. US Army unter General Courtney Hicks Hodges aus Richtung Westen her vorrückte, hatte Hitlers einst so mächtige und erfolgreiche Kriegsmaschinerie ihre Kampfkraft verloren. Nach der Schlacht um die Brücke von Remagen im März 1945 konnte nichts mehr den schnellen Vormarsch der Amerikaner stoppen. Zwar gab es immer wieder kleinere Gefechte mit Truppen von Wehrmacht und SS, doch in nur 9 Tagen konnte das Gebiet vom Rhein bis nach Paderborn eingenommen werden. Am 11. April erreichten die TIMBERWOLVES die Stadt Nordhausen am Südrand des Harzes. Nordhausen wurde wie so viele andere Städte auch…

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Wansleben am See und die Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald

Bild: Gräber zu Ehren der Opfer des Faschismus auf dem Friedhof von Wansleben am See.

Das an der heutigen B80 zwischen Halle und Eisleben liegende kleine Gemeinde Wansleben am See birgt ein für viele unbekanntes geschichtliches Geheimnis: In den ehemaligen Schächten NEUMANSFELD und GEORGI kämpften ab dem Jahr 1943 KZ-Häftlinge um ihr Leben. Doch kurz zur Vorgeschichte: Im Verlauf des dritten und vierten Kriegsjahres wurde die alliierte Bombenoffensive immer mehr zum Problem für das Dritte Reich. Nicht nur, dass in den Städten unzählige Wohnungen zerstört wurden und die Bewohner dadurch obdachlos wurden, auch wichtige Kulturgegenstände und besonders Rüstungsprodukte wurden Opfer der Bomben oder von Brand- und Folgeschäden [1]. Als die alliierte Bomberoffensive im Jahre 1942 massiv an Schwung gewann, kam es im nationalsozialistischen Deutschland zu ernsten Problemen. Die durch den Arbeitskräfte- und Rohstoffmangel sowieso angespannte…

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