Rezept: Filet Wellington vom Damwild mit Gemüse von Waldpilzen, als Vorspeise Salatherzen und Lende vom Damwild und marinierte Mangostücke zum Dessert

Bild: Das am Tisch tranchierte Filet Wellington.

Filet Wellington ist ein altes Gericht, das traditionell aus Rinderfilet zubereitet wird und früher herrschaftlichen Tischen vorbehalten war. Wir werden es abgewandelt – aber noch sehr viel delikater – aus dem Filet des jungen Damwildes zubereiten. Selbstverständlich können Sie aber auch Filet vom Wildschwein oder Rotwild dazu verwenden. Die Zubereitungsart bleibt die Gleiche. Das Gericht benötigt etwas Vorbereitungszeit, lässt sich aber dafür bestens am Abend zuvor ofenfertig machen. Das Wildfleisch darf heutzutage auch gern aus der Tiefkühltruhe sein.

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Werner Lindner

Bild: Die Lutherstadt Eisleben ist der Geburtsort des Architekten Werner Lindner. Aufnahme aus dem Jahre 2009.

Werner Lindner wurde 1883 in Eisleben geboren und gehört zu den bekanntesten Architekten des Nationalsozialismus. 1914 wurde er Geschäftsführer des Heimatschutzbundes, schied aber 1933 wieder aus der Position aus. 1939 erarbeitete er im Auftrag Heinrich Himmlers die Richtlinien zur ENTSCHANDELUNG DER ALTSTÄDTE und dehnte diese nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges auch auf die besetzten Gebieten Polens aus. 1959 wurde Lindner das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er starb am 20.10.1964 in Hermannsburg in Niedersachsen.

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Theodor Osterkamp

Bild: Im Zentrum von Aschersleben. Aschersleben ist der Geburtsort von Theodor Osterkamp. Aufnahme aus dem Jahre 2012.

Theodor Osterkamp wurde am 15.04.1892 in Aschersleben geboren und war ein berühmter Jagdflieger des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Er trat 1914 der kaiserlichen Marine bei und wurde erst zum Beobachter und später zum Flugzeugführer ausgebildet. Osterkamp wurde am 02.09.1918 mit dem POUR LE MERITE ausgezeichnet und konnte 32 Luftsiege für sich beanspruchen. Im September 1939 wurde Osterkamp Kommandeur des Jagdgeschwaders 51. Im Zweiten Weltkrieg erreichte Osterkamp weitere 6 Luftsiege. Im Jahre 1944 überwarf sich Osterkamp mit dem Oberkommando der Luftwaffe und arbeitete bis 1945 als Forstmeister. Er starb am 02.01.1975.

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Hans Valentin Hube – Ein Ritterkreuzträger aus Naumburg

Hans-Valentin Hube wurde am 29.10.1890 in Naumburg geboren. Hube trat 1908 in die kaiserliche Armee ein und wurde im Jahre 1914 so schwer verwundet, das ihm ein Arm amputiert werden musste. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde er in die Reichswehr übernommen und arbeitete in verschiedenen Dienststellen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ihm Mitte des Jahres 1940 das Kommando über die 16. mot. Infanteriedivision übergeben. Später kämpfte er an der Ostfront und auf Sizilien. Am 20.04.1944 erhielt er von Hitler eine der höchsten deutschen Auszeichnungen der Wehrmacht, die Brillianten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Einen Tag später kam er bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe der Gemeinde Ainring bei Berchtesgaden in Oberbayern ums Leben.

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Otto Könnecke – Der Gründer der Fluggesellschaft GERMANIA

Bild: Straßberg im Harz ist der Geburtsort von Otto Könnecke. Aufnahme (c) 2013 by Birk Karsten Ecke.

Otto Könnecke wurde am 20.12.1892 in Straßberg/Harz als Sohn eines Tischlers geboren. Nach Abschluss der Handelsschule in Frankfurt am Main meldete er sich 1911 zum Militär. Nach der Einsatz als Fluglehrer bei der AEG sowie nach Kampfeinsätzen im Ersten Weltkrieg auf dem Balkan und in Frankreich erhielt er am 26.09.1918 den „Pour le Merite“. 1935 reaktivierte man Könnecke zur neugeschaffenen Luftwaffe. Er wurde Major und Kommandant einer Flugschule. Könnecke machte sich auch auf dem zivilen Flugsektor einen Namen in dem er seine eigene Fluggesellschaft GERMANIA gründete und weite Teile der Welt mit dem Flugzeug bereiste. Er starb am 25.01.1956 in Bad Aibling in Oberbayern.

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Otto Herfurth – Ein Ritterkreuzträger aus Wernigerode

Otto Herfurth wurde am 22.01.1893 in Hasserode – heute Ortsteil von Wernigerode – geboren und trat während des Ersten Weltkrieges 1914 in die Kaiserliche Armee ein. 1919 wurde er in die Reichswehr übernommen. Er arbeitete als Abteilungsleiter im Oberkommando des Heeres. Im Zweiten Weltkrieg kommandierte er von 1940 bis 1943 er das 117. Infanterieregiment. Am 20.07.1944 unterstütze Herfurth zuerst die Verschwörer gegen Adolf Hitler um Oberst Stauffenberg, wechselte dann aber noch am gleichen Abend die Seiten. Später wurde er verhaftet und aus der Wehrmacht ausgestoßen. Ende September 1944 wurde er vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee gehängt.

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Paul Carell

Bild: Kelbra ist der Geburtsort von Paul Carrell. Aufnahme (c) 2013 by Birk Karsten Ecke.

Paul Carell wurde am 02.11.1911 in Kelbra als Paul Karl Schmidt geboren. Er war SS-Obersturmbannführer und der Pressesprecher von NS Außenminister Joachim von Ribbentrop. Nach dem Krieg wurde er ein bekannter Schriftsteller und arbeitete unter anderem für DIE WELT und DIE ZEIT. Mit seinen Büchern die unter dem Synonym Paul Carell erschienen, z.B. STALINGRAD oder DIE WÜSTENFÜCHSE. MIT ROMMEL IN AFRIKA wurde er zu einem der führenden Chronisten über den Zweiten Weltkrieg. Er starb am 20.06.1997 in Rottach-Egern.

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Mechthild von Hackeborn

Bild: Das Kloster Helfta bei Eisleben.

Mechthild von Hackeborn wurde im Jahre 1241 in Helfta bei Eisleben als dritte Tochter eines Grafen geboren und gehörte dem Geschlecht der Edlen von Hackeborn an, die in der Nähe von Halberstadt ihre Wurzeln hatten. Als sie im Jahre 1248 zusammen mit ihrer Mutter das Zisterzienserkloster in Rodardesdorf – heute Rodesdorf genannt und ein Ortsteil von Wegeleben – besuchte, keimte in dem erst sieben Jahre alten Mädchen der Wunsch auf bei den Nonnen zu bleiben. Ihre 10 Jahre ältere Schwester lebte schon als Nonne in dem Kloster und wurde im Jahre 1251 Äbtissin der Einrichtung. Vermutlich wurde Mechthild erst an der Klosterschule unterrichtet und später zur Nonne geweiht. Nachdem das Kloster im Jahre 1258 nach Helfta verlegt wurde kam es zur literarischen und geistigen Blütezeit des Konvents und Mechthild unterrichtete die jüngeren Nonnen, vertonte Gebete und war außerdem als Vorsängerin im Kloster tätig.

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Georg Friedrich Händel

Bild: Georg Friedrich Händel. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale geboren. Sein Vater Georg war Hofchirurg, Barbier und Wundarzt in Halle und plante für seinen Sohn eine juristische Karriere. Diese lehnte der junge Händel jedoch ab und als er im Alter von 8 Jahren das erste mal vor dem Herzog von Sachsen-Weißenfels auf einer Orgel spielte war auch Händels Vater vom Talent seines Sohnes überzeugt und ermöglichte ihm eine Ausbildung als Musiker. Händel wurde im Jahre 1697 an den Königlichen Hof nach Berlin geschickt, wo er unterstützt von Kurfürst Friedrich III in Italien eine Ausbildung erhalten sollte. Sein Vater nahm das Angebot jedoch nicht an. 1702 ging Händel nach Halle zurück und immatrikulierte an der damals neugeschaffenen Universität im Fach Rechtswissenschaften.

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Der Dieb und Spion Christian Andreas Käsebier

Bild: Der Dieb und Räuber Christian Andreas Käsebier im Berliner Gefängnis. Stich eines unbekannten Künstlers. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Käsebier wurde im Jahre 1713 – nach anderen Angaben einige Jahre früher – als Sohn eines Schneiders in Halle an der Saale Fleischergasse und heutigen Mittelstraße Nr. 18 geboren. Wie zu damaliger Zeit üblich, erlernte auch er diesen Beruf, bevor er etwa zwanzigjährig auf die schiefe Bahn geriet und mit dem Glücksspiel begann. Bei seinem ersten großen Diebstahl im heute österreichischen Linz erbeutete er 600 Gulden, mit dieser Summe kehrte er wieder nach Halle zurück und eröffnete dort eine Pferdevermietung. Da ihm diese Arbeit aber auch nicht dauerhaft zusagte, begann er wieder mit seine Gaunereien. So bestahl er zum Beispiel in Dresden den schwedischen Botschafter, in Wien einen Arzt und einen Offizier und in Prag einen katholischen Geistlichen.

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Friedrich Gottlob Klopstock

Bild: Der Schriftsteller Friedrich Gottlob Klopstock. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Friedrich Gottlob Klopstock wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg als ältestes von insgesamt 17 Kindern des fürstlichen Kommissionsrates Gottlieb Heinrich Klopstock und seiner Frau Anna Maria in der Domstadt Quedlinburg geboren. Sein Vater war in den Jahren 1732 bis 1736 Pächter der Herrschaft Friedeburg in der Grafschaft Mansfeld, wo der junge Friedrich zu dieser Zeit auch aufwuchs. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Quedlinburg kam er in die fürstliche Schule Schulpforte im heutigen Bad Kösen, wo er eine humanistische Schulbildung erhielt und seine ersten Versuche in der Dichtkunst startete.

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Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil – Der Begründer der modernen Jagd- und Forstwirtschaft

- WALD VOR WILD -

Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil wurde am 28. März 1783 im kleinen Ort Rammelburg im Harz geboren. Sein Vater Johann Gottlob Benjamin Pfeil war der Justizamtmann und Generalbevollmächtigter der Familie von Friesen, seine Mutter Johanna, eine geborene Göcking, entstammte einer später geadelten preußischen Familie. Pfeil hatte noch sieben weitere Geschwister und sollte nach dem Willen seiner Eltern in die Fußstapfen seines Vaters treten und Rechtswissenschaften studieren. Für diese Zukunft wurde er bis zum Alter von 14 Jahren von einem Hauslehrer unterrichtet, bevor er Schüler des Ehrwürdigen STEPHANEUM GYMNASIUMS in Aschersleben wurde. Durch den frühen Tod seines Vaters im Jahre 1800 musste er aus finanziellen Gründen seine schulische Laufbahn abbrechen und trat im Forstamt Königshof – beim Oberharzer Örtchen Elbingerode – gelegen seine Lehrzeit beim Oberförster Kersten an.

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Wilhelm August Julius Albert – Der Erfinder des Drahtseiles

Bild: Wilhelm August Julius Albert - der Erfinder des Drahtseiles. Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen Urheberrechts vermutlich abgelaufen. Es ist daher vermutlich gemeinfrei.

Wilhelm August Julius Albert wurde am 24. Januar 1787 als Sohn des Bürgermeisters in Hannover geboren. Im Jahre 1803 begann er in Göttingen ein Studium der Rechtswissenschaften und wechselte später ins Bergfach. 1806 fand er seine erste Anstellung als Auditor in den damals noch getrennten Harzstädtchen Clausthal und Zellerfeld im Harz. Nach verschiedenen Anstellungen unter anderen als Bergschreiber und als Ingenieur en Chef erhielt er 1817 den Titel eines Bergrates.

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Rudolf Christian Boettger – Erfinder und Universalgenie

Bild: Rudolf Christian Boettger.

Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Wolfgang Siegemund Rudolf Christian Boettger wurde am 28. April 1806 als dritter Sohn des Oberküsters der St. Stephansgemeinde in Aschersleben geboren. Sein Geburtshaus ist unmittelbar neben der Kirche St. Stephani zu finden. Im Alter von 11 Jahren kam er als Zögling in die FRANKESCHEN STIFTUNGEN nach Halle an der Saale. Im Jahre 1824 begann er, dem Wunsch seines Vaters entsprechend, ein Studium der Theologie an der Universität in Halle. Während der Zeit seines Studiums beschäftigte er sich wie schon in seiner Kindheit umfangreich mit Naturwissenschaften. Im Herbst 1828 trat er eine Stelle als Hauslehrer in der Nähe von Mühlhausen in Thüringen an. Drei Jahre später, nach dem er eine Verbesserung der Zündvorrichtung von Feuerzeugen erfunden hatte, widmete er sich vollständig den Naturwissenschaften. Boettger veröffentlichte mehrere kleine Aufsätze und wurde in den PHYSIKALISCHEN VEREIN ZU FRANKFURT AM MAIN berufen, dem er sich bis zu seinem Tod…

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Franz Wilhelm Junghuhn

Bild: Tafel zum Gedenken an Franz Wilhelm Junghuhn in Mansfeld.

Franz Wilhelm Junghuhn wurde am 26.10.1809 in Mansfeld als erstes von 7 Kindern der Eheleute Wilhelm Friedrich Junghuhn und seiner Frau Christine Marie geboren. Junghuhn wurde nach seiner strengen Erziehung zum Medizinstudium gezwungen und begann es 1827 an der Universität in Halle an der Saale. Im Jahre 1834 examinierte er in Utrecht und trat am Anfang des Jahres 1835 in die Niederländische Armee ein und begab sich auf der JACOB CATS nach Batavia – jetzt Jakarta – im heutigen Indonesien.

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Christian Friedrich August Garcke und der Garckenstift in Bräunrode

Bild: Der Garckenstift in Bräunrode im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Christian Friedrich August Garcke wurde am 25. Oktober 1819 in Bräunrode im Mansfelder Land geboren. Als Sohn eines Oberförsters begann er im Jahre 1840 in Halle an der Saale Theologie zu studieren, begann aber nach bestandenem Staatsexamen sich mit Botanik zu befassen. Im Jahre 1851 zog er nach Berlin und war ab 1865 beim Königlichen Botanischen Institut angestellt. Zwei Jahre später wurde er Mitglied in der Prüfungskommission für Pharmazeuten und im Jahre 1871 wurde er zum außerordentlichen Professor für Heilpflanzenkunde ernannt. ­Garcke gab die verschiedensten Bücher zum Thema Flora heraus und galt als bedeutender Kenner der Materie. Noch zu Lebzeiten engagierte sich Garcke stark in sozialen Belangen, so verfügte er zum Beispiel das nach seinem Tod eine Stiftung gegründet wird. Garcke starb am 10. Januar 1904 in Berlin.

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Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann – Der Erfinder des Vanillin

Bild: Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann - Der Erfinder des Vanillin. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann wurde am 10. Juni 1848 im kleinen, an dem Fluss Bode gelegenen Harzörtchen Rübeland geboren, welches zur damaligen Zeit zum Königreich Hannover gehörte. Nachdem Tiemann ab dem Jahre 1866 an der Braunschweiger Universität Pharmazie und Chemie studierte, promovierte er drei Jahre später und wurde an der Universität Berlin Assistent des bekannten Forschers Professor August Wilhelm von Hofmann. Kurze Zeit später promovierte Tiemann noch als externer Student an der Universität Göttingen.

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Felix Graf von Luckner – der SEETEUFEL

Bild: Die SEEADLER oder ehemalige PASS OF BAHAMA. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Felix Graf Luckner wurde am 9. Juni 1881 in der Nähe von Dresden geboren. Er stammt somit zwar nicht aus dem unmittelbaren Harzgebiet, hatte aber trotzdem eine wichtige Bedeutung für die Stadt Halle an der Saale. Luckner wuchs bei seiner Großmutter in Halle auf und riss im Alter von 16 Jahren von dort aus, um zur See zu fahren. Zuerst heuerte er unter dem Pseudonym PHYLAX LÜDICKE auf einem russischen Segler an.

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Oswald Boelcke – eines der berühmtesten Fliegerasse des Ersten Welktrieges

Bild: Portrait des Jagdfliegers Oswald Boelcke. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Oswald Boelcke war einer der berühmtesten Jagdflieger des Ersten Weltkrieges – und nach der Anzahl der abgeschossenen feindlichen Jagdflugzeuge zweifellos ein Fliegerass. Boelcke wurde am 19. Mai 1891 in Giebichenstein – heute ein Ortsteil von Halle an der Saale – als Sohn eines Gymnasialprofessors geboren. Boelcke wuchs in Dessau auf und trat 1911 als Fahnenjunker [1] in das Telegraphen-Bataillon Nr. 3 ein, welches in Koblenz stationiert war. Der Fahnenjunker war und ist der niedrigste Unteroffiziersdienstgrad der deutschen Armee und wurde an Offiziersbewerber verliehen, die ein Abitur oder ein vergleichbares Abschlusszeugnis einer höheren Schule nachweisen konnten oder die Fähnrichprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten. Diese betraf Kenntnisse der allgemeinschulischen Bildung und wurde mündlich und/oder schriftlich in den Fächern Mathematik, Latein, Geografie, Geschichte, Fremdsprachen, Zeichnen und Kenntnissen der deutschen Sprache und Literatur abgeprüft. [↩]

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Prinzessin Viktoria Luise von Preußen

Bild: Prinzessin Viktoria Luise von Preußen mit ihrem Vater Kaiser Wilhelm II. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Viktoria Luise wurde am 13. September 1892 als Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen im kaiserlichen Marmorpalais in Potsdam geboren. Sie war das siebente Kind des Deutschen Kaisers Wilhelm II. und seiner ersten Frau Auguste Viktoria und die einzige Tochter des Paares. Bedingt durch die vielen Aufenthalte der Königsfamilie im In- und Ausland wurde Viktoria Luise von Hausdamen und Gouvernanten unterrichtet, was nach ihrer eigenen Aussage wohl für beide Parteien nicht immer sehr einfach gewesen ist, da sie sich in der Öffentlichkeit niemals frei bewegen konnte. Im Oktober des Jahres 1909 wurde sie in Potsdam konfirmiert und kurze Zeit später zur stellvertretenden Regimentschefin des 2. Leibhusarenregimentes ernannt, das zu dieser Zeit in Danzig-Langfuhr stationiert war. Da die Prinzessin eine sehr gute Reiterin war, führte sie bei Paraden IHR Regiment auch selbst an und nahm auch erfolgreich an einigen PARFORCEJAGDEN teil. Auch galt sie als eine begeisterte Fotografin, die das Leben am…

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Harry Dember – Ein bedeutender Physiker aus dem Mansfelder Land

Bild Der Physiker Harry Dember: © by Universität Dresden. Mit freundlicher Genehmigung der TU Dresden

Harry Dember wurde am 11.07.1882 im Leimbach im Mansfelder Land – heute Stadtteil von Mansfeld – geboren. Sein Vater Hermann war Buchbinder, ebenso wie die meisten Mitglieder der Familie, weiterhin gehörte die Familie der Jüdischen Gemeinde zu Eisleben an – hier stand die einzige Synagoge beider Mansfelder Kreise und so war es das Zentrum der Juden der Region. Nach dem Abitur begann Dember ein Studium der Literatur und Philosophie, wechselte aber kurze Zeit später zu den Naturwissenschaften und beendete 1909 sein Physikstudium an der TU Dresden und wurde im Jahr 1914 zum Professor berufen. Dember war dort am Physikalischen Institut beschäftigt, bestimmte im Jahr 1916 die LOCHSCHMIDTSCHE ZAHL und wurde dort im Jahr 1923 Direktor. Im Jahre 1931 entdeckte Dember den KRISTALL-PHOTOEFFEKT oder auch DEMBER-EFFEKT der heute noch in der Halbleitertechnik, bei Solarzellen und in der Photovoltaik zur Anwendung kommt [1]. Schon 2 Jahre später, als die Nationalsozialisten das Gesetz ZUR…

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Max Hoelz und der vergebliche Versuch, das Bürgertum abzuschlachten

Bild: Anschlag auf einen Güterzug während der Märzkämpfe in Mitteldeutschland. Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 119-2303E / unbekannt / CC-BY-SA.

Max Hoelz – oder wie er sich selbst schrieb Max Hölz – wurde am 14. Oktober 1889 in Moritz, einem kleinem Dorf bei Riesa, in Sachsen geboren. Als Kind armer Eltern musste er im kaiserlichen Deutschland schon früh zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Nach dem Abschluss der Volksschule arbeitete er als Tagelöhner auf verschiedenen Gutshöfen. Später arbeitete er als Hoteldiener in Baden-Baden und in London. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bildete er sich zum Vermessungstechniker weiter und heiratete 1915 Klara Buchheim, die Tochter eines Fuhrunternehmers aus dem sächsischen Vogtland.

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Fritz August Weineck – Der Kleine Trompeter

Bild: Pioniere grüßen Ende der 1950er Jahre vor dem Weineck-Denkmal in Halle an der Saale. Bild: Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 183-58198-0024 / Krueger / CC-BY-SA.

Friedrich August Weineck wurde am 26. März 1897 in Halle an der Saale geboren. Weineck lernte Bürstenbinder und wurde im Ersten Weltkrieg Soldat. 1921 heiratete er Meta Dietze, die beiden hatten ein Kind miteinander. 1924 wurde Weineck Mitglied im Spielmannszug des Roten Frontkämpferbundes, einer paramilitärischen Organisation der KPD. Nach dem Tode des damaligen Reichspräsidenten Friedrich Eberts durch eine verschleppte Blinddarmentzündung Ende Februar 1925 wurden in der Weimarer Republik Neuwahlen notwendig. Ernst Thälmann trat, unterstützt durch die Mehrheit der Arbeiterschaft in Mitteldeutschland, für die KPD an. Am 13. März fand in Halle eine Wahlkampfveranstaltung statt, in der neben Ernst Thälmann auch ausländische Funktionäre das Wort haben sollten. Durch einen Seiteneingang drang die Schutzpolizei unter Führung des Leutnants Pietzer in den Saal, um die Versammlung aufzulösen. Die KPD Funktionäre versuchten die Menge zu beruhigen und mit dem Kommandanten der Polizei in Verbindung zu treten, was jedoch scheiterte. Die Schutzpolizei drang mit Gummiknüppeln…

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General Helmuth Weidling – Ritterkreuzträger und letzer Kampfkommandant von Berlin

Bild: Drei Männer des Volkssturm stehen in Berlin Posten mit Panzerfaust beim Bau von Straßensperren. Bild: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-J31320.

Helmuth Otto Ludwig Weidling wurde am 02. November 1891 in der Harzstadt Halberstadt geboren. Nach der Schulausbildung trat er im Jahr 1911 als Fahnenjunker in das 6. Feldartillerieregiment der kaiserlichen Armee ein und wurde im darauf folgenden Jahr zum Leutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde Weidling als Beobachter und Batterieführer ausschließlich an der Westfront eingesetzt, kurze Zeit war er auch als Offizier auf den Zeppelin SACHSEN kommandiert und 1916 zum Oberleutnant ernannt. Nach Kriegsende wurde Weidling in das 100000-Mann-Heer der Weimarer Republik übernommen und dort 1922 zum Hauptmann befördert. Nach weiteren Verwendungen und Beförderungen wurde Weidling als Oberst zum Chef des Artillerie-Regiments 56 der faschistischen Wehrmacht, mit dem er auch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges am Polen-Feldzug teilnahm. Im weiteren Verlauf wurde Weidling Artilleriekommandeur des XXX. Panzerkorps im Frankreich-Feldzug.

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Wolfgang Zeller und die Filmmusik zu Jud Süss und Serengeti darf nicht sterben

Bild: Ausschnitt aus dem Filmplakat zum nationalsozialistischen antisemitischen Propagandafilm JUD SÜSS. Wolfgang Zeller war der Komponist der Filmmusik.

Wolfgang Zeller wurde am 12.09.1893 in Biesenrode bei Mansfeld als Sohn eines Pfarrers geboren. Bereits mit 8 Jahren nahm er Musikunterricht und begann schon als Schüler zu komponieren. Nach dem Abitur nahm er weiteren Unterricht in Berlin und München. Zwischen 1914 und 1918 nahm er als Soldat am ersten Weltkrieg teil. Während des Dritten Reiches machte Zeller unter anderen Musik für Propagandafilme wie zum Beispiel JUD SÜSS. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er unter anderem die Filmmusik für den antifaschistischen Film EHE IM SCHATTEN. Sein bekanntestes Werk ist wohl die Musik zu SERENGETI DARF NICHT STERBEN von Bernhard Grzimek. Zeller starb am 11.01.1967 in Berlin.

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Heinrich Kreipe – Das spektakuläre Kidnapping eines deutschen Generals und Ritterkreuzträgers auf der Insel Kreta

Bild: Generalmajor Heinrich Kreipe mit dem verletzten Arm bei seiner Ankunft in Kairo. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Heinrich Kreipe wurde am 05.06.1895 als Karl Heinrich Ferdinand Kreipe in Niederspier im heutigen Kyffhäuserkreis geboren. Sein Vater war evangelischer Pfarrer und hatte insgesamt 15 Kinder. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Kreipe unter anderem in Verdun und beendete den Krieg als Leutnant. Während der Weimarer Republik diente er weiter in der etwa 100.000 Mann starken Reichswehr. Im Zweiten Weltkrieg wurde er an der Ostfront eingesetzt und erhielt während der 900 Tage dauernden Besetzung der Stadt Leningrad am 13. Oktober 1941 das Ritterkreuz, nachdem er wenige Tage zuvor zum Oberst befördert wurde. Später wurde Kreipe der kommandierende Offizier der 79. Infanteriedivision, die in der blutigen Schlacht von Charkow sowie in Stalingrad kämpfte. Im September 1943 wurde Kreipe zum Generalmajor befördert und übernahm am 15. Februar 1944 das Kommando über die 22. Infanteriedivision, die auf der Mittelmeerinsel Kreta stationiert war.

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Wilhelm Bittrich – Ein Ritterkreuzträger und SS-General aus Wernigerode

Bild: Sturmgeschütz der SS in den Ardennen. Bild: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.

Wilhelm Bittrich wurde am 26.02.1896 in Wernigerode geboren und meldete sich 1914 als Freiwilliger zum Kriegsdienst im kaiserlichen Heer und wurde ein Jahr später zum Leutnant der Reserve befördert. 1916 wechselte er zur Luftwaffe und erhielt als Pilot beide Eiserne Kreuze für den Abschuss von 3 feindlichen Flugzeugen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges schloss er sich dem Freikorps HÜLSEN an und arbeitete in verschiedenen Berufen unter anderem als Sportlehrer und Angestellter, bevor er im Jahr 1924 Fluglehrer wurde. Im April 1930 kam er als Zivilangestellter zur Reichswehr und wurde zur Ausbildung der damaligen geheimen Luftwaffe ins russische Lipezk kommandiert. 1932 trat er in die SS ein und wurde schon im Oktober desselben Jahres zum Staffelführer ernannt.

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Martin und Albert Bormann – Die verzankten Paladine des Adolf Hitler

Bild: Auf dem Domplatz zu Halberstadt. Bild: © 2010 by Birk Karsten Ecke.

Gleich zwei Familienmitglieder der Familie des Postbeamten Theodor Bormann und seiner zweiten Frau Antonie machten Karriere in der unmittelbaren Umgebung des  Diktators Adolf Hitler. Neben dem Lebenslauf von Martin Bormann ist auch die Vita seines Bruders Albert Bormann äußerst interessant.

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Ludolf-Hermann – BUBI – von Alvensleben

Bild: Ludolf-Hermann von Alvensleben. Aufnahme vor 1934. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Ludolf-Hermann von Alvensleben – genannt Bubi – wurde am 17. März 1901 in Halle an der Saale geboren. Sein Vater war der preußische Generalmajor Ludolf von Alvensleben, dem seit 1899 in Schochwitz ein Gut gehörte (siehe Seite Schochwitz – Das Schloss). Nach dem Tod seines Vaters erbte von Alvensleben 1912 das verpachtete Gut seines Vaters. Im Jahr 1918 wurde er Soldat in einem Husarenregiment, aber das nahe Kriegsende verhinderte einen aktiven Kriegseinsatz. 1920 schloss er sich einem Freikorps an und in den Jahren 1923 bis 1929 war er Mitglied des STAHLHELM.

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Reinhard Heydrich – Der Reichsprotektor von Böhmen und Mähren und sein Ende

Bild: Der beschädigte Wagen Reinhard Heydrichs nach dem Attentat. Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 146-1972-039-44 / unknown / CC-BY-SA.

Reinhard Tristan Eugen Heydrich wurde am 07.03.1904 als Sohn des wohlhabenden Opernsängers und Komponisten Bruno Heydrich und seiner Frau Elisabeth in Halle an der Saale geboren. Seinen Vornamen – Reinhard – erhielt er nach dem Helden der ersten Oper seines Vaters, die dieser 9 Jahre vor der Geburt seines Sohnes komponierte . Dass der Prolog zu dieser Oper REINHARDS VERBRECHEN genannt wurde, soll unter den gegebenen Umständen einmal dem Zufall geschuldet sein.

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Günther Prien – Der berühmte Kapitänleutnant und Ritterkreuzträger aus Naumburg

Günther Prien wurde am 16.01.1908 in Osterfeld bei Naumburg geboren. Nachdem er 1923 die Schule beendete, begann er seine Laufbahn bei der Handelsmarine und fuhr 8 Jahre lang als Schiffsjunge und Matrose zur See. Im Jahr 1929 machte er sein Steuermannspatent und schon 3 Jahre später auch sein Kapitänspatent. Aufgrund der sich rapide verschlechternden Wirtschaftslage in der Seefahrt trat Prien im Januar des Jahres 1933 als einfacher Matrose der Reichsmarine bei. Nach der bestandenen Ausbildung und einem kurzen Zwischenspiel auf dem LEICHTEN KREUZER KÖNIGSBERG wechselte er im Jahr 1935 als Leutnant zur See in die neu geschaffene U-Boot Waffe.

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Heinrich „AJAX“ Bleichrodt – Ein erfolgreicher U-Boot-Kommandant und Ritterkreuzträger aus Berga am Kyffhäuser

Bild: Berga am Kyffhäuser ist der Geburtsort des Ritterkreuzträgers und U-Boot-Kommandanten Heinrich "AJAX" Bleichrodt. Aufnahme (c) 2013 by Birk Karsten Ecke.

Neben Günther Prien kam auch noch ein weiterer äußerst erfolgreicher wenn auch meistens Unbekannter U-Boot Kommandant aus dem Harz-Saale-Gebiet: Heinrich Bleichrodt wurde am 21. Oktober 1909 in Berga im heutigen Landkreis Mansfeld-Südharz geboren. Im April 1933 trat er in die Reichsmarine ein und nach verschiedenen Verwendungen auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK und dem Schweren Kreuzer ADMIRAL HIPPER wurde er im Oktober 1939, also kurz nach Kriegsausbruch, zur U-Boot Waffe versetzt.

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Egbert Hayessen – Ein Mitglied des Widerstandes gegen Adolf Hitler

Bild: Urteil des Deutschen Volksgerichtshofes gegen Egbert Hayessen und weitere Angeklagte des 20. Juli 1944. Dieses Werk gilt gemäß dem deutschen Urheberrecht als gemeinfrei, weil es Teil der Statute, Verordnung oder ein gesetzlicher Erlass (Amtliches Werk) ist, das durch eine deutsche Reichs-, Bundes- oder Landesbehörde bzw. durch ein deutsches Reichs-, Bundes- oder Landesgericht veröffentlicht wurde (§ 5 Abs.1 UrhG).

Egbert Hayessen wurde am 28.12.1913 in Eisleben geboren. Er war ein Mitglied des Widerstandes gegen Adolf Hitler des 20 Juli. Nach dem Abitur trat er als Berufssoldat der Deutschen Wehrmacht bei. Seit 1943 war Hayessen im Zweiten Weltkrieg im Stab von Friedrich Olbricht tätig. Hayessen wurde nach dem missglückten Attentates auf Adolf Hitler vom Volksgerichtshof am 15.08.1944 zum Tode verurteilt und am selben Tag in Berlin-Plötzensee gehängt.

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Otto Gotsche

Bild: Otto Gotsche. Bild: Under the licence of Commons:Bundesarchiv. Bundesarchiv, Bild 183-83285-0001 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA.

Otto Gotsche wurde am 03.07.1904 in Wolferode bei Eisleben als Sohn eines Bergarbeiters geboren. Nach Abschluss einer Klempnerlehre wurde er 1918 Mitglied im Spartakusbund. 1923 wurde er wegen Hochverrats zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt, saß ab 1933 im Konzentrationslager Sonnenburg und wurde nach seiner Freilassung unter Polizeiaufsicht gestellt. Gotsche wurde 1946 Landrat des Mansfelder Seekreises und wirkte später als Sekretär des Staatsrates unter Walther Ulbricht. 1966 wurde er Mitglied des Zentralkomitees der SED. Eine weitere Rolle spielte Otto Gotsche beim Einmarsch der amerikanischen Truppen in Eisleben im April 1945. Hier gehörte er der Stadtverwaltung um Robert Büchner an. Siehe dazu die Seite Eisleben – Das ehemalige Lenindenkmal. Sein erstes Werk als Schriftsteller erschien 1933, wurde aber von den Nationalsozialisten verboten. Das wohl bekannteste Werk von Otto Gotsche ist das Buch DIE FAHNE VON KRIWOI ROG. Gotsche erhielt in der DDR mehrere Auszeichnungen, darunter den Nationalpreis und den Karl-Marx-Orden. Er starb…

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Mysteriöse Morde am Brocken im Harz

Bild: Blick vom Torfhaus bei Braunlage auf den Brockengipfel. Aufnahme vom April 2012.

Die tödlichen Schüsse des depressiven Gustav Büker Im Jahre 1934 kam es im Brockengebiet zu zwei kurz aufeinanderfolgenden brutalen Mordfällen: Das erste Opfer war ein 62jähriger pensionierter Direktor einer Bankfiliale aus dem westniedersächsischen Osnabrück. Hugo Schurig befand sich auf einem mehrwöchigen Erholungsurlaub im Harz und startete eine mehrtägige Wanderung am 21. Juni 1934 von Bad Grund, fuhr mit dem Bus erst nach Altenau und später weiter zum Torfhaus, um von dort seinen Aufstieg zum Brocken zu beginnen. Nach erfolgreicher Besteigung des immerhin 1.141 Meter hohen Berges wollte er weiter nach Bad Harzburg wandern, wo er allerdings nie ankam. Sein letztes Lebenszeichen war eine Ansichtskarte, die er auf dem Bergplateau aufgab.

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Die Industrielle Revolution

Bild: Das Breite Umkehr Walzwerk in Hettstedt aus dem Jahre 1909 in einer historischen Aufnahme. Links im Bild ist der Gleichstrommotor von SIEMENS SCHUCKERT zu sehen. In der Mitte das Walzgerüst vom GRUSONWERK Magdeburg. Die Walzen wiegen zusammen 70 Tonnen. Das Walzwerk ist ein Musterbeispiel damaliger deutscher Ingenieurkunst und wurde offensichtlich für die Ewigkeit projektiert - es läuft bis heute täglich - und begeistert auch jetzt noch jeden, der es in Aktion erleben darf. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Als Industrielle Revolution bezeichnet man die Zeit nach der Französischen Revolution als die von James Watt erfundene Dampfmaschine weite Verbreitung erreichte. Durch diese und andere bedeutende Erfindungen im Maschinenbau und in der chemischen Industrie entstanden erstmals große Fabriken und Konzerne, was zu einer Abwanderung von Landarbeitern in die Städte führte. In Deutschland förderte die Gründung des Deutschen Zollvereins 1834, durch den die zahlreichen Hindernisse des freien Handels beseitigt wurden und der Bau der ersten Dampfeisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth ein Jahr später. Seit dieser Zeit konnten Waren schneller zwischen Hersteller und Verbraucher ausgetauscht werden und auch die Menschen erreichten eine bis dahin unbekannte Mobilität. Von dieser Entwicklung profitierten naturgemäß Gebiete wie das Ruhrgebiet, das mitteldeutsche Industrierevier, die rohstoffreichen Gebiete in Oberschlesien und die Hafenstädte wie Hamburg und Bremen am meisten und zogen riesige Menschenmengen an, die sich den Traum von einem besseren und weniger sorgenvollen Leben erfüllen wollten.

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Fridericus Rex oder Friedrich der Große und der Mythos Preußen – Der Siebenjährige Krieg und die Schlacht bei Rossbach

Bild: Friedrich der Große und der Feldscher (um 1793-95) von Bernhard Rode. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Im Siebenjährigen Krieg kam es am 5. November 1757 in dem damals kursächsischen Ort Roßbach zu einer der größten Schlachten dieses Krieges. Im auch DRITTER SCHLESISCHER KRIEG genannten Konflikt fanden die Schlachten nicht nur in Europa statt – sie wurden auch in Nordamerika, Indien, in der Karibik und auf den Weltmeeren ausgetragen.

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Max Hoelz und die Märzkämpfe 1921 in Mitteldeutschland

Bild: Am 21. März 1921 riefen die radikalen Kräfte innerhalb der kommunistischen Strömungen zum Generalstreik aus. In Eisleben wurden auf dem Markt die Schaufenster der Geschäfte eingeschlagen und es kam zu Plünderungen. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Zu Anfangszeiten der Weimarer Republik wurde Deutschland immer wieder durch schwere Unruhen erschüttert, z.B. durch den RUHRAUFSTAND, den KAPP PUTSCH oder den SPARTAKUSAUFSTAND. Das politisch nicht stabile System und die Unzufriedenheit der Bürger durch die schlechte wirtschaftliche Lage leisteten den verschieden Extremen Kräften von linken und rechten Parteien Vorschub. Diese Unruhen endeten erst mit der teilweisen wirtschaftlichen Erholung in den so genannten GOLDENEN ZWANZIGERN ab 1924, als eine neue Währung eingeführt wurde und die Reparationen von Seiten der Entente gemildert wurden. Auch in Mitteldeutschland gab es zu Anfang der zwanziger Jahre Putschversuche, die viele – auch unschuldige – Todesopfer forderten.

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Nordhausen und das Konzentrationslager Mittelbau-Dora – Die Hölle auf Erden im Paradies Harz!

Bild: Das ehemalige Krematorium des Konzentrationslagers Mittelbau-DORA.

Ein wichtiger Hinweis: Mit Kindern unter 12 Jahren sollten Sie diese Seite über das Konzentrationslager MITTELBAU-DORA nicht ansehen. Als die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland die Macht ergriffen, begannen sie sofort damit ihre Feinde einzusperren. In der Anfangszeit geschah dies noch unter sehr improvisierten Bedingungen, die ersten Haftanstalten waren teilweise umgebaute Scheunen oder anderen Gebäude. Nach dem RÖHM-PUTSCH im Jahr 1934 unterstanden die Konzentrationslager – auch KZ genannt – einheitlich der SS, während sie vorher der SA oder der lokalen Polizei untergeordnet waren. Zu dieser Zeit wurden eine überall gültige Lagerordnung und einheitliche Baupläne für die kommenden Lager erarbeitet.

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Wansleben am See und die Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald

Bild: Gräber zu Ehren der Opfer des Faschismus auf dem Friedhof von Wansleben am See.

Das an der heutigen B80 zwischen Halle und Eisleben liegende kleine Gemeinde Wansleben am See birgt ein für viele unbekanntes geschichtliches Geheimnis: In den ehemaligen Schächten NEUMANSFELD und GEORGI kämpften ab dem Jahr 1943 KZ-Häftlinge um ihr Leben. Doch kurz zur Vorgeschichte: Im Verlauf des dritten und vierten Kriegsjahres wurde die alliierte Bombenoffensive immer mehr zum Problem für das Dritte Reich. Nicht nur, dass in den Städten unzählige Wohnungen zerstört wurden und die Bewohner dadurch obdachlos wurden, auch wichtige Kulturgegenstände und besonders Rüstungsprodukte wurden Opfer der Bomben oder von Brand- und Folgeschäden [1]. Als die alliierte Bomberoffensive im Jahre 1942 massiv an Schwung gewann, kam es im nationalsozialistischen Deutschland zu ernsten Problemen. Die durch den Arbeitskräfte- und Rohstoffmangel sowieso angespannte Rüstungsproduktion kam in ernste Schwierigkeiten. Die Produktion wurde so wie sie aus den Werkhallen kam wieder vernichtet und so musste man die Produktion soweit möglich unter Tage verlegen den die…

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Der Volksaufstand des 17. Juni 1953 in Mitteldeutschland

Bild: Gedenktafel am Andreaskirchplatz in der Lutherstadt Eisleben (Aufnahme Juli 2011 von Bert Ecke).

Nach dem Tod Stalins am 05. März 1953 keimten unter den Völkern, die unter der sowjetischen Herrschaft standen Hoffnungen auf, dass sich die wirtschaftliche und politische Lage in den besetzten Gebieten bessern würde. Doch blicken wir kurz zurück ins Jahr 1945. Im Februar des Jahres trafen sich die Regierungschefs der alliierten Länder im sowjetischen Kurort Jalta, wo sie über die Neuaufteilung der europäischen Landkarte sprachen. Die sowjetischen Forderungen gingen sogar soweit, dass man den Großteil Europas inklusive der italienischen Halbinsel forderte. Diesen Bedingungen Stalins stimmten Churchill und Roosevelt nicht zu, jedoch erhielt die Sowjetunion den Großteil des Balkan, die Tschechoslowakei und das Baltikum als SICHERHEITSZONE zugesprochen. Auch wurde bei dieser Konferenz die Aufteilung des Dritten Reiches und Berlins in die Besatzungszonen endgültig vereinbart. Doch wieder zurück ins Jahr 1953: In der noch jungen DDR begann die die Stimmung der meisten Bürger zu gären. Viele, zumeist junge und gut ausgebildete Menschen…

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Die innerdeutsche oder deutsch-deutsche Grenze im Harz

Bild: Ehemaliger Grenzweg in der Nähe von Schierke. Der Weg wurde erst nach dem Fall der Mauer asphaltiert und zu einer regulären Verbindungsstraße ausgebaut. Vorher war er für den öffentliche Verkehr nicht zugänglich und nur mit Rasenbetonplatten belegt. Noch heute - zwanzig Jahre nach der Öffnung der Grenze - ist die Ausholzung des Waldes aus taktischen Gründen zu erkennen. Aufnahme vom 01.01.2011.

Als nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches das Land in vier Besatzungszonen aufgeteilt wurde, kam es natürlich auch zu neuen Grenzen. Durch den Zusammenschluss der amerikanischen und der britischen Zone am 01. Januar 1947 zur Bizone fielen die Grenzen in diesen Gebieten weg, als sich im März 1948 auch noch die französische Besatzungszone anschloss, wurde das Gebiet zur Trizone und ein freier Personen- und Warenverkehr war gegeben. Die Grenze zwischen den drei westlichen und der russischen Besatzungszone bestand allerdings weiterhin. Grenzkontrollen gehörten zur täglichen Routine, und als sich im Jahr 1949 die beiden deutschen Staaten formierten, wurden die Demarkationslinien offiziell. In der DDR wurden politisch missliebige Personen schon im Jahre 1952 aus den grenznahen Gebieten zwangsumgesiedelt. Auch die Gebiete im unmittelbaren Grenzbereich wurden sehr stark überwacht. In Zügen, die dieses Gebiet befuhren, befanden sich immer Spitzel der KVP. Jeder, der mit zu viel oder auch zu wenig Gepäck unterwegs war,…

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Der Unfall eines Fahrzeuges der französischen Militärverbindungsmission in Halle an der Saale im Jahre 1984 beim Manöver JUG 84

Bild: Ural 375D der Nationalen Volksarmee. Foto aus privater Sammlung 1968.

Am 22. März 1984 kam es in den Morgenstunden in Halle an der Saale zu einem schweren Unfall zwischen einem Fahrzeug der Französischen Militärverbindungsmission – La Mission Militaire Francaise de Liaison (MMFL) – und einem URAL der Nationalen Volksarmee (NVA). An der Kreuzung von Dölauer Straße und Nordstraße bzw. Brandbergweg wurde die Mercedes Limousine (vermutlich des Typs W123) der MVM (Alliierte Militärverbindungsmission) durch einen URAL 375D der NVA, der als Straßensperre eingesetzt wurde, gerammt. Dabei wurde der französische Fahrer Sergeant (Feldwebel) Phillipe Mariotti getötet sowie die 2 weiteren Insassen des Fahrzeuges, darunter ein Offizier, teilweise schwer verletzt.

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Das Mansfeld-Museum zu Hettstedt-Burgörner

Bild: Kläubestall für Kupfererz. In diesen Kläubeställen wurde das taube Gestein manuell vom metallhaltigen Gestein getrennt.

In unmittelbarer Nähe der ehemaligen Kupfer-Silber-Hütte in Hettstedt im Herzen des Mansfelder Landes befindet sich im so genannten Humboldt-Schlösschen das Mansfeld-Museum. An diesem historischen Ort lernte Wilhelm von Humboldt seine spätere Frau Caroline von Dacheröden kennen, die er 1791 heiratete. Humboldt und seine Frau lebten einige Jahre in diesem Schloss.

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Wendefurth – Die Rappbode-Talsperre im Harz

Bild: Die Rappbode Talsperre bei Wendefurth im kalten Januar 2009.

Die Rappbode Talsperre ist mit ihrer Höhe von 106 Meter und einer Länge von 415 Meter die größte Talsperre in Deutschland. Im Jahr 1938 wurde nach langjähriger Planung mit dem Bau begonnen, allerdings wurden schon vier Jahre später die Bauarbeiten aufgrund des Krieges gestoppt. Der Bau wurde dringend nötig, da es im Jahreswechsel 1925/26 zu einem der größten Hochwasser im Bereich der Bode gekommen war. In der noch jungen DDR wurde das Bauvorhaben schnell wieder aufgenommen und noch auf die Versorgung des in der DDR gelegenen Teils des Harzes adaptiert.

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Walkenried am Harz – Das ehemalige Kloster

Bild: Winterliche Impressionen von der Ruine des ehemaligen Klosters Walkenried.

Die Stiftung des Klosters Walkenried erfolgte im Jahr 1127 durch Adelheid von Walkenried, die auf einer Pilgerreise die Mönche des Zisterzienserklosters Kamp im heutigen Kamp-Lintfort kennenlernte und sie zu einer Besiedelung ihres Gebietes überreden konnte. Der zur Verfügung gestellte Bauplatz befand sich auf dem Gelände der im Jahre 1074 zerstörten Reichsburg Sachsenstein und erfüllte die Bedürfnisse der Mönche sehr gut: eine gesicherte Wasserversorgung durch den Fluss WIEDA und die relative Abgeschiedenheit in einer damals noch sehr schwach besiedelten Gegend. Nachdem die Grundvoraussetzungen gegeben waren, konnte im Jahre 1129 der Gründungskonvent einziehen und mit dem Bau der ersten romanischen Kirche beginnen.

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Ilfeld – Die ehemalige Klosterschule

Bild: Die ehemalige Klosterschule zu Ilfeld im Harz.

Die im malerischen Harzort Ilfeld gelegene Klosterschule wurde im Jahr 1546 auf Veranlassung von Graf ALBRECHT GEORG ZU STOLBERG durch den Abt des Klosters Ilfeld Thomas Stange gegründet. Der erste Schulleiter Michael Neander setzte den Schwerpunkt des Unterrichts auf die Ideen des Reformators Phillip Melanchthon. Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Grafen von Hohnstein im Jahre 1593 kam es zum Rechtsstreit zwischen der Linie der Welfen und den Grafen von Stolberg der im Jahre 1632 vor dem Reichskammergericht zu ungunsten der Welfen entschieden wurde. Allerdings blieb das Ilfelder Stift in Besitz der Welfen und wurde von Hannover aus verwaltet.

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