Franz Wilhelm Junghuhn

Bild: Tafel zum Gedenken an Franz Wilhelm Junghuhn in Mansfeld.

Franz Wilhelm Junghuhn wurde am 26.10.1809 in Mansfeld als erstes von 7 Kindern der Eheleute Wilhelm Friedrich Junghuhn und seiner Frau Christine Marie geboren. Junghuhn wurde nach seiner strengen Erziehung zum Medizinstudium gezwungen und begann es 1827 an der Universität in Halle an der Saale. Im Jahre 1834 examinierte er in Utrecht und trat am Anfang des Jahres 1835 in die Niederländische Armee ein und begab sich auf der JACOB CATS nach Batavia – jetzt Jakarta – im heutigen Indonesien.

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Die Industrielle Revolution

Bild: Das Breite Umkehr Walzwerk in Hettstedt aus dem Jahre 1909 in einer historischen Aufnahme. Links im Bild ist der Gleichstrommotor von SIEMENS SCHUCKERT zu sehen. In der Mitte das Walzgerüst vom GRUSONWERK Magdeburg. Die Walzen wiegen zusammen 70 Tonnen. Das Walzwerk ist ein Musterbeispiel damaliger deutscher Ingenieurkunst und wurde offensichtlich für die Ewigkeit projektiert - es läuft bis heute täglich - und begeistert auch jetzt noch jeden, der es in Aktion erleben darf. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Als Industrielle Revolution bezeichnet man die Zeit nach der Französischen Revolution als die von James Watt erfundene Dampfmaschine weite Verbreitung erreichte. Durch diese und andere bedeutende Erfindungen im Maschinenbau und in der chemischen Industrie entstanden erstmals große Fabriken und Konzerne, was zu einer Abwanderung von Landarbeitern in die Städte führte. In Deutschland förderte die Gründung des Deutschen Zollvereins 1834, durch den die zahlreichen Hindernisse des freien Handels beseitigt wurden und der Bau der ersten Dampfeisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth ein Jahr später. Seit dieser Zeit konnten Waren schneller zwischen Hersteller und Verbraucher ausgetauscht werden und auch die Menschen erreichten eine bis dahin unbekannte Mobilität. Von dieser Entwicklung profitierten naturgemäß Gebiete wie das Ruhrgebiet, das mitteldeutsche Industrierevier, die rohstoffreichen Gebiete in Oberschlesien und die Hafenstädte wie Hamburg und Bremen am meisten und zogen riesige Menschenmengen an, die sich den Traum von einem besseren und weniger sorgenvollen Leben erfüllen wollten.

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Die Feier zum 700-jährigen Jubiläum des Mansfelder Kupferschieferbergbaues im Jahre 1900 in Eisleben – Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. gibt sich schweren Herzens die Ehre

Bild: Die elektrische Kleinbahn auf dem Markt von Eisleben. Fotografie von Anfang des 20. Jahrhunderts. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Die Vorbereitungen zum Fest Erste Planungen für die Jubelfeier In den ersten Monaten des Jahres 1900 wurde seitens der MANSFELDSCHEN KUPFERSCHIEFERBAUENDEN GEWERKSCHAFT der Beschluss gefasst, das 700-jährige Bestehen des Kupferschieferbergbaues und des Hüttenwesens feierlich zu begehen. An den Feierlichkeiten sollten nach dem Willen der Deputierten der Gewerkschaft auch Kaiser Wilhelm II von Preußen und seine Frau Auguste Viktoria teilnehmen. Kaiser Wilhelm II. hatte sehr konservative Ansichten bezüglich der Monarchie, und so verbot sich wegen der nach wie vor herrschenden Standesschranken eine direkte Kontaktaufnahme der Mansfeldschen Gewerkschaft mit seiner Majestät. Der Deputierte Graf von Hohenthal musste sich daher – trotz seiner Stellung als Adeliger – erst umständlich mit dem Oberhofmarschallamt unter der Leitung des Grafen Eulenburg [1] in Verbindung setzen. Das Oberhofmarschallamt beschied positiv und so wurde eine Einladung sowie ein Entwurf des Festprogramms verschickt – allerdings wieder nicht direkt an den Kaiser sondern an den Fürsten Eulenburg als Oberhofmarschall. Die…

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