Impressionen von der Wipperliese – Fast wie eine Zeitreise in die Vergangenheit

Bild: Die Wipperliese unterwegs von Wippra nach Klostermansfeld auf dem Viadukt in Mansfeld.

Die von den Einheimischen liebevoll Wipperliese genannte Nebenbahn von Klostermansfeld nach Wippra im Harz verkehrt seit dem 1. November 1920. Die Bahn diente von Anfang an insbesondere dem Tourismus. Im Prinzip ist die fast 20 Kilometer lange Strecke die kürzeste Verbindung zwischen Klostermansfeld und Wippra.

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Hettstedt – Die Dampfmaschine auf der Preußischen Hoheit

Bild: Risszeichnung der Hettstedter Dampfmaschine. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Die Wasserhaltung war, zumindest seit man die Schächte in eine größere Tiefe teufte, eines der großen Probleme des Mansfelder Kupferschieferbergbaues. Zur Bewältigung der Wassermassen wurden in der vorindustriellen Zeit Pumpen eingesetzt, die durch Pferdegöpel angetrieben wurden. Wasser zum Antrieb dieser Pumpen stand zumindest im Hettstedter Revier wegen der Lage hoch über dem Flüsschen Wipper nicht zur Verfügung.

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Das Besucherbergwerk DREI KRONEN UND EHRT zwischen Elbingerode und Rübeland

Bild: Impressionen vom Untertagebereich des Museumsbergwerkes DREI KRONEN UND EHRT bei Elbingerode im Harz.

Der Bergbau hat im Harz eine lange Tradition. Im Mühlental zwischen Elbingerode und Rübeland befanden sich reiche Erzlagerstätten mit Schwefelkies – auch Pyrit genannt -, die bereits seit dem Mittelalter ausgebeutet wurden. Dieser Schwefelkies war ein wichtiger Rohstoff für die technische Herstellung von Schwefelsäure und Roheisen. Vorm Bergbau auf Schwefelkies zeugt heute nur noch das Besucherbergwerk DREI KRONEN UND EHRT direkt an der Bundesstraße B27 zwischen Elbingerode und Rübeland. Das Besucherbergwerk hat am 1. November 2015 seinen Betrieb eingestellt.

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Hettstedt – Der Rohsteinkran an der ehemaligen Bessemerei

Bild: Die Industrieruine Rohsteinkran auf der ehemaligen Bessemerei der Kupfer-Silber-Hütte in Hettstedt. Aufnahme aus dem Jahre 2008.

An der Straße B86 zwischen Hettstedt und Großörner fällt in südlicher Richtung – unmittelbar neben der Wipper – ein großer Bockkran auf. Der Bockkran gehörte bis zur Wiedervereinigung zur so genannten Bessemerei des VEB MANSFELD KOMBINAT WILHELM PIECK. Mithilfe dieses Kranes wurde der von Rohhütten mittels Werksbahn angelieferte Rohstein, aber auch notwendige Zuschlagstoffe, in eine Bunkeranlage umgeladen.

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Friedeburgerhütte – Die Kornflaschen

Bild: Die Kornflaschen von Friedeburgerhütte.

In der Mitte der kleinen Ortschaft Friedeburgerhütte im Landkreis Mansfeld-Südharz finden sich als besondere Sehenswürdigkeit hinter dem ehemaligen Schulhaus die Reste dreier Kornflaschen. Friedeburgerhütte war früher einer der wichtigen Orte, in denen das Kupferschiefer verhüttet wurde. Die Kornflaschen sind unterirdische Getreidespeicher mit der Form einer altertümlichen Flasche.

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Sangerhausen – Die Halde Hohe Linde oder Thomas-Münzer-Schacht

Bild: Die Kegelhalde des Thomas-Müntzer-Schachtes bei Sangerhausen vom Wildrosenpfad aus gesehen. Die Halde ist mit Raureif bedeckt. Aufnahme vom März 2006.

Am 9. September 1951 wurde auf dem Thomas-Münzer-Schacht durch das gerade gegründete VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck nördlich der Stadt Sangerhausen mit der Förderung von Kupferschiefer begonnen. Der Schacht wurde nach dem Prediger und Bauernführer Thomas Müntzer, der im nahen Stolberg im Harz geboren wurde, benannt – allerdings in der falschen Schreibweise seines Nachnamens [1]. Wie es zu der falschen Namensgebung kam, ist dem Verfasser dieses Artikels nicht bekannt. Eigentlich hätte der Schacht Thomas-Müntzer-Schacht heißen müssen. [↩]

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Wendefurth – Die Rappbode-Talsperre im Harz

Bild: Die Rappbode Talsperre bei Wendefurth im kalten Januar 2009.

Die Rappbode Talsperre ist mit ihrer Höhe von 106 Meter und einer Länge von 415 Meter die größte Talsperre in Deutschland. Im Jahr 1938 wurde nach langjähriger Planung mit dem Bau begonnen, allerdings wurden schon vier Jahre später die Bauarbeiten aufgrund des Krieges gestoppt. Der Bau wurde dringend nötig, da es im Jahreswechsel 1925/26 zu einem der größten Hochwasser im Bereich der Bode gekommen war. In der noch jungen DDR wurde das Bauvorhaben schnell wieder aufgenommen und noch auf die Versorgung des in der DDR gelegenen Teils des Harzes adaptiert.

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Mansfeld – Das Wipperliese oder Hasselbach Viadukt

Bild: Der Wipperliese Viadukt oder Hasselbach Viadukt in Mansfeld.

Die Bundesstraße B86 wird im Bereich des Ortes Mansfeld von einem imposanten Viadukt überspannt. In den Jahren zwischen 1913 und 1920 wurde eine etwa 20 Kilometer lange Eisenbahnstrecke von Klostermansfeld durch das Wippertal bis nach Wippra im Unter- oder Südharz gebaut. Damit wurde der Holztransport aus dem waldreichen Wippertal deutlich vereinfacht.

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Hettstedt – Die Eisenbahnbrücke Schmalgrundviadukt oder Schmalzgrundbrücke

Bild: Die Eisenbahnbrücke Schmalzgrundviadukt in Hettstedt.

Bis in das späte 19. Jahrhundert wurde das Kupferschiefer, aber auch die zu seiner Verhüttung erforderlichen Brennstoffe, mittels Pferdefuhrwerken von den Schächten zu den verschiedenen Hüttenbetrieben transportiert. Die Steigerung der Fördermengen und auch die Ansiedelung von Verarbeitungsbetrieben für das aus dem Kupferschiefer gewonnene Kupfer im 19. Jahrhundert machte die Erschließung neuer und effizienterer Transportwege erforderlich.

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Hettstedt – Das Industriedenkmal Breite Umkehr Walzwerk

Bild: Das Breite Umkehr Walzwerk. Walzen von Kupfer-Nickel-Blechen. Das glühende Vormaterial passiert das Walzgerüst.

Die ehrgeizigen Pläne des Deutschen Kaisers Wilhelm II. in Bezug auf den Aufbau einer Kriegs- und Handelsmarine in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg ließen den Bedarf an dicken und breiten Blechen stark ansteigen – aber kein Walzwerk im Deutschen Reich war damals in der Lage, breitere Bleche als 3700 mm zu liefern. Die Geschichte des Breiten Umkehr-Walzwerkes begann im Jahre 1907, als sich die Mansfelder Kupferschiefer bauende Gewerkschaft auch deshalb entschloss, neben den bereits existierenden Halbzeugwerken in Eberswalde und Rothenburg an der Saale ein neues Kupfer- und Messingwerk in Hettstedt zu errichten.

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Endorf im Harz – Die Turmwindmühle

Bild: Die Windmühle von Endorf.

Endorf gehört zur Stadt Falkenstein im Harz und liegt abseits der stark befahrenen Touristenstraßen, die schnell in den Harz hinein – und auch genau so schnell wieder heraus führen. Die Turmwindmühle liegt nur wenig abseits des Dorfes an der Landstraße Richtung Neuplatendorf und Gartenhaus. Die Mühle hat eine lange Geschichte. Die heute noch existierende Windmühle wurde im Jahre 1857 durch Johann Gottlieb Claus errichtet, allerdings als Ersatz für eine ältere, die einem Feuer zum Opfer fiel.

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