Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Bild: Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Bild: Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Johann Wilhelm Ludwig Gleim war einer der bekanntesten Schriftsteller seiner Zeit. Er wurde am 2. April 1719 in Ermsleben – heute Stadt Falkenstein im Harz – geboren. Er studierte ab 1739 in Halle an der Saale Rechtswissenschaft. Gleim befasste sich bereits zu dieser Zeit literarischen und poetischen Studien. Im Jahre 1740 wurde Gleim Hauslehrer in Potsdam, wo er den Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt – Mitglied einer Seitenlinie der Hohenzollern – kennenlernte. Der Prinz nahm nahm in bald als Privatsekretär in seine Dienste. Gleim begleitete den Prinzen im Jahre 1744 in den Zweiten Schlesischen Krieg. Während der Belagerung der Stadt Prag fiel allerdings der Prinz. Gleim fand daraufhin eine Anstellung bei Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau – dem noch heute legendären ALTEN DESSAUER. Die Umgangsformen des ALTEN DESSAUERS waren aber nicht unbedingt nach dem Geschmack des Feingeistes Gleim gewesen sein [1]. Er beendete seinen Dienst bei Leopold I. von Anhalt-Dessau nach kurzer Zeit und zog nach Berlin.

Bild: Ermsleben - heute Stadt Falkenstein im Harz - ist der Geburtsort des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Bild: Ermsleben – heute Stadt Falkenstein im Harz – ist der Geburtsort des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Im Jahre 1747 wurde er Domsekretär in Halberstadt. Später wurde er Kanonikus des Stifts in Walbeck bei Hettstedt. Diese Position brachte ihm ein für die damalige Zeit gutes Einkommen ein. Gleim war mit vielen namhaften Dichtern seiner Zeit befreundet, etwa mit Friedrich Gottlieb Klopstock, Moses Mendelssohn und Johann Gottfried Herder. Er gründete auch den HALBERSTÄDTER DICHTERKREIS. Gleim verstarb am 18. Februar 1803 in Halberstadt. Sein bekanntestes literarisches Werk waren die Preußischen Kriegslieder, die er am Anfang des SIEBENJÄHRIGEN KRIEGES voller Begeisterung für Friedrich II. von Preußen – FRIEDRICH DER GROSSE oder FRIDERICUS REX- schrieb.

Bild: Der Dom zu Halberstadt. Hier wirkte Johann Wilhelm Ludwig Gleim als Sekretär.

Bild: Der Dom zu Halberstadt. Hier wirkte Johann Wilhelm Ludwig Gleim als Sekretär.

Bild: Das Gleim-Haus in Halberstadt.

Bild: Das Gleim-Haus in Halberstadt.

Bild: Das Gut zu Walbeck bei Hettstedt. Gleim war Kanonikus des damaligen Stiftes.

Bild: Das Gut zu Walbeck bei Hettstedt. Gleim war Kanonikus des damaligen Stiftes.

  1. Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau war seinerzeit in seiner Art und seinen Umgangsformen zweifellos preußischer als die Hohenzollern. Er war Feldmarschall des preußischen Königs Wilhem I. – Vater von Friedrich des Großen – und führte den Gleichschritt in der preußischen Armee ein. Er war es, der die preußische Armee des 18. Jahrhunderts zur schlagkräftigsten Europas machte. Der Alte Dessauer war bereits im Alter von 17 Jahren Oberst und eroberte im Jahre 1715 die Stadt Stralsund sowie die Insel Rügen. Noch heute ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden um den Alten Dessauer. []

Über Birk Karsten Ecke

Geboren im Unterharz - wie fast jeder meiner Generation in Wippra / Südharz. Mein Lebensmittelpunkt ist seit vielen Jahren die bayerische Landeshauptstadt München, dennoch fühle ich mich meiner "alten Heimat" dem Mansfelder Land sowie dem Harz und dem Harzvorland nach wie vor eng verbunden. Neben der Fotografie interessiere ich mich für die deutsche Geschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart.

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