Schafstädt – Eine Sau wirft eine erschröckliche Missgeburt

Im Juli des Jahres 1716 soll eine Sau im kleinen Städtchen Schafstädt bei Querfurt eine gar fürchterlich gestaltete Missgeburt geworfen haben. Mehr als 100 Personen wollen die Missgeburt persönlich gesehen haben. Die Missgeburt hatte einen Menschenkopf, Mund, Nase und Augen waren wie bei einem Menschen gestaltet. Auf einer Seite des Kopfes hatte sie ein Schweinsohr, auf der anderen ein Menschenohr. Auf dem Kopf hatte sie etwas gekräuseltes und zusätzlich ein merkwürdig geformtes Horn. Dazu hatte sie eine Brust wie ein Mensch und war im Vorderteil unbehaart.

Bild: In den Gassen des historischen Ortes Schafstädt.

Bild: In den Gassen des historischen Ortes Schafstädt.

Das Hinterteil hatte Borsten wie ein Schwein. Die beiden vorderen Beine hatten Pfoten wie ein Schwein, die hinteren beiden Beine wie ein Rind. Die Missgeburt wurde im Schweinestall gehalten. Dort soll sie auch durchdringend geschrien haben. Die Missgeburt wurde daraufhin – und wohl auch weil ihm wie jedem gemütlichen Menschen der Besucherrummel zu viel wurde – von ihrem Besitzer vor die Stadt gebracht und dort bei lebendigem Leib begraben.

Über Birk Karsten Ecke

Geboren im Unterharz - wie fast jeder meiner Generation in Wippra / Südharz. Mein Lebensmittelpunkt ist seit vielen Jahren die bayerische Landeshauptstadt München, dennoch fühle ich mich meiner "alten Heimat" dem Mansfelder Land sowie dem Harz und dem Harzvorland nach wie vor eng verbunden. Neben der Fotografie interessiere ich mich für die deutsche Geschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart.
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