Wolfgang von Anhalt-Köthen

Bild: Wolfgang von Anhalt-Köthen.

Wolfgang von Anhalt-Köthen ist ein weiterer wichtiger Vertreter der Fürsten von Anhalt, der sich mit seiner ganzen Kraft für die Reformation einsetzte. Als Zeitgenosse des Grafen Albrecht VII. von Mansfeld-Hinterort hat auch er die Ächtung und den zeitweisen Verlust seiner Güter hinnehmen müssen.  Wolfgang von Anhalt-Köthen wurde am 01.08.1492 in Köthen geboren. Sein Vater war Fürst Waldemar VI. von Anhalt und seine Mutter Margarete von Schwarzburg. Sein Vater setzte ihn 1507 als Vogt über die Reichsabtei Gernrode ein, um ihn auf seine zukünftige Aufgabe als Fürst vorzubereiten. 1508 starb Waldemar VI. und Wolfgang übernahm die Regierungsgeschäfte im Köthener Anteil des anhaltinischen Landes. Damit hatte er die Macht über die Ländereien um Coswig, einen Teil von Zerbst, Bernburg, Köthen, Sandersleben, Ballenstedt und Dornburg. Nach 1513 trat Wolfgang in den Dienst der sächsischen Ernestiner [1]. Seine Leistungen müssen hervorragend gewesen sein, denn er avancierte bald zum Geheimen Rat. In dieser Eigenschaft reiste…

Den gesamten Artikel lesen …

Mägdesprung – Das Industriemuseum Carlswerk und die Fürsten von Anhalt

Bild: Das Industriemuseum Carlswerk in Mägdesprung.

„vndt damit unsere Unterthanen wiederumb etwaß nahrung zugeführet werden möge bewogen worden den Eysenstein nachsuchen zu lassen vndt darumb einen Eysenhammer anzulegen Solches Wergk aber weill es ganz neue zu erheben nicht alleine einen großen Verlag erfordert sondern auch wenn mit nutz vndt ohne schaden geführet werden soll durch Jemandes getrieben werden muß so des Handels kundig.“ Aus den Gründungsurkunden der Eisenhütte Mägdesprung

Den gesamten Artikel lesen …

Volkmannrode – Das Rügegericht und die Wüste Kirche

Bild: Die Gerichtshütte des Rügegerichtes zu Volkmannrode.

An der Landstraße zwischen den Dörfern Stangerode und Abberode im Unterharz liegt auf einem sanften Hügel über dem Flüsschen Eine das Rügegericht Volkmannrode. Im Mittelalter stand hier der heute wüste Ort gleichen Namens. Von Volkmannrode sind heute noch die Reste eines aus Stein gemauerten Turmes und eine kleine Hütte, die als Gerichtsstätte diente, erhalten. Volkmannrode zählt zu den zahlreichen mittelalterlichen Wüstungen im Unterharz.

Den gesamten Artikel lesen …

Braunschwende – Die Ruine der unvollendeten Festung Neues Schloss an der Harzhochstraße

Bild: Impressionen von der unvollendeten Festung Neues Schloss an der Harzhochstraße.

Im Unterharz – unmittelbar am Abzweig der Klausstraße, der heutigen Bundesstraße B242, nach Wippra in der Nähe des Ortes Braunschwende – liegt das so genannte Neue Schloss. Hier plante der sehr ehrgeizige Graf Albrecht VII. von Mansfeld-Vorderort um 1546 eine der großartigsten Festungen der Grafen von Mansfeld. Die Bauarbeiten mussten jedoch nach Order des Deutschen Kaisers eingestellt werden. Die Fürsten von Anhalt hatten – vermutlich wegen der Nähe der im Entstehen begriffenen Festung zur eigenen Landesgrenze in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt – beim Kaiser erfolgreich um ein Verbot des Festungsbaues ersucht.

Den gesamten Artikel lesen …

Sandersleben – Das Schloss

Erstmals erwähnt wurde eine Burg in Sandersleben im Jahre 1316. Entscheidend für den Bau der Befestigungsanlage war möglicherweise die Kreuzung verschiedener Handelsrouten, die vom Osten in den Westen und vom Norden in den Süden führten und damals bedeutende Städte wie Halle und Braunschweig und Magdeburg mit Erfurt verbanden. In den folgenden Jahren schwang sich Sandersleben zum Hauptort der anhaltischen Ämter Freckleben und Sandersleben. Die Stadt hatte auch eine eigene Stadtmauer. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg baufällig. Deshalb begannen im Jahre 1600 umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten unter den Fürsten von Anhalt. Von 1619 bis 1631 nutzte die Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau das Schloss als Witwensitz. Heute wird das Schloss Sandersleben gewerblich genutzt.

Den gesamten Artikel lesen …

Hoym – Das Schloss

Die Fürsten von Anhalt ließen 1714 in Hoym ein Barockschloss errichten. Sie nutzen das Schloss nur selten. Dem Schloss ging eine mittelalterliche Burg voraus. Zwischen 1855 und 1863 wurde der geistig umnachtete Herzog Alexander Carl von Anhalt-Bernburg – er soll an Schizophrenie gelitten haben – im Schloss Hoym interniert. Auch danach, seit 1878, diente Schloss Hoym der Unterbringung – oder vielmehr dem Wegschließen – geistig behinderter Menschen. Von Fürsorge oder gar Förderung der Patienten war damals nichts zu spüren. Besonders unrühmlich war die Zeit des Dritten Reiches: 299 Patienten aus Hoym wurde wegen Ihrer Behinderung umgebracht. Jetzt wird das restaurierte Schloss als Altenpflegeheim und Heim für geistig- und mehrfachbehinderte Menschen sowie als Beratungsstelle genutzt. Das moderne Heim ist das größte seiner Art in Sachsen-Anhalt und Besucher sind heute ausdrücklich willkommen!

Den gesamten Artikel lesen …

Plötzkau – Die Geschichte von Burg und Schloss und den Fürsten von Anhalt Plötzkau

Bild: Stolz wie der Hahn der Großtrappe erhebt sich das Schloss Plötzkau mit seinem imposanten Bergfried über die Saaleaue.

In Plötzkau liegt oberhalb der Saale das gleichnamige Schloss. Bereits vor dem Jahr 1100 hat an der Stelle des jetzigen Schlosses eine Burg gestanden, denn ab 1069 ist ein Graf Bernhard von Plötzkau verbürgt. Schon 1139 wurde diese Burg von den Welfen zerstört. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts starben die Grafen von Plötzkau aus. Die kriegerischen Zeiten wurden den beiden letzten Grafen zum Verhängnis.

Den gesamten Artikel lesen …