Mechthild von Hackeborn

Bild: Das Kloster Helfta bei Eisleben.

Mechthild von Hackeborn wurde im Jahre 1241 in Helfta bei Eisleben als dritte Tochter eines Grafen geboren und gehörte dem Geschlecht der Edlen von Hackeborn an, die in der Nähe von Halberstadt ihre Wurzeln hatten. Als sie im Jahre 1248 zusammen mit ihrer Mutter das Zisterzienserkloster in Rodardesdorf – heute Rodesdorf genannt und ein Ortsteil von Wegeleben – besuchte, keimte in dem erst sieben Jahre alten Mädchen der Wunsch auf bei den Nonnen zu bleiben. Ihre 10 Jahre ältere Schwester lebte schon als Nonne in dem Kloster und wurde im Jahre 1251 Äbtissin der Einrichtung. Vermutlich wurde Mechthild erst an der Klosterschule unterrichtet und später zur Nonne geweiht. Nachdem das Kloster im Jahre 1258 nach Helfta verlegt wurde kam es zur literarischen und geistigen Blütezeit des Konvents und Mechthild unterrichtete die jüngeren Nonnen, vertonte Gebete und war außerdem als Vorsängerin im Kloster tätig.

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Adolf Stoecker – Eine deutsche Karriere: Dorfpfarrer, Hofprediger, Politiker und Antisemit

Bild: Adolf Stoecker. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Adolf Stoecker wurde am 11. Dezember 1835 in Halberstadt als zweites Kind eines Wachtmeisters und Schmiedes geboren. Er hatte drei Geschwister und wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen in der Domstadt auf, konnte aber die Domschule in seiner Heimatstadt Halberstadt besuchen und das Abitur machen. Stoecker studierte danach bis1859 in Wittenberg und Berlin Theologie. Sein Studium schloss er mit dem Examen der Theologie und dem Oberlehrerexamen ab. Er arbeitete danach als Hauslehrer in Ostpreußen. 1862 unternahm er eine Reise nach Italien zum Vatikan.

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General Helmuth Weidling – Ritterkreuzträger und letzer Kampfkommandant von Berlin

Bild: Drei Männer des Volkssturm stehen in Berlin Posten mit Panzerfaust beim Bau von Straßensperren. Bild: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-J31320.

Helmuth Otto Ludwig Weidling wurde am 02. November 1891 in der Harzstadt Halberstadt geboren. Nach der Schulausbildung trat er im Jahr 1911 als Fahnenjunker in das 6. Feldartillerieregiment der kaiserlichen Armee ein und wurde im darauf folgenden Jahr zum Leutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde Weidling als Beobachter und Batterieführer ausschließlich an der Westfront eingesetzt, kurze Zeit war er auch als Offizier auf den Zeppelin SACHSEN kommandiert und 1916 zum Oberleutnant ernannt. Nach Kriegsende wurde Weidling in das 100000-Mann-Heer der Weimarer Republik übernommen und dort 1922 zum Hauptmann befördert. Nach weiteren Verwendungen und Beförderungen wurde Weidling als Oberst zum Chef des Artillerie-Regiments 56 der faschistischen Wehrmacht, mit dem er auch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges am Polen-Feldzug teilnahm. Im weiteren Verlauf wurde Weidling Artilleriekommandeur des XXX. Panzerkorps im Frankreich-Feldzug.

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Martin und Albert Bormann – Die verzankten Paladine des Adolf Hitler

Bild: Auf dem Domplatz zu Halberstadt. Bild: © 2010 by Birk Karsten Ecke.

Gleich zwei Familienmitglieder der Familie des Postbeamten Theodor Bormann und seiner zweiten Frau Antonie machten Karriere in der unmittelbaren Umgebung des  Diktators Adolf Hitler. Neben dem Lebenslauf von Martin Bormann ist auch die Vita seines Bruders Albert Bormann äußerst interessant.

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Gabriel Bach – גבריאל בך – Der stellvertretende Chefankläger im Fall Adolf Eichmann

Bild: Gabriel Bach im Oktober 2009. Dieses Bild ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Urheber ist Etan Tal - איתן טל.

Gabriel Bach wurde am 13. März 1927 als Sohn des wohlhabenden Direktors der HIRSCH KUPFER- UND MESSINGWERKE in der Harzstadt Halberstadt geboren. Seit seinem 2. Lebensmonat wuchs er in Berlin auf und besuchte dort ein jüdisches Gymnasium. Als der Terror des Naziregimes immer schlimmer wurde, verließ die Familie im Oktober 1938 das Deutsche Reich und flüchtete in die Niederlande. Kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen verließen die Flüchtlinge ihr Asyl in Richtung Palästina und ließen sich in Jerusalem nieder. Nach dem Krieg studierte Bach in London Jura und schloss das Studium 1949 mit Auszeichnung ab. Später arbeitete er bei der Staatsanwaltschaft und wurde 1961 zum stellvertretenden Leitenden Staatsanwalt berufen. Im selben Jahr wurde er auch stellvertretender Ankläger im Fall Adolf Eichmann, der von einem israelischen Gericht wegen seiner unsagbar grausamen Verbrechen zum Tode verurteilt wurde [1]. Eichmann wurde am 11. Mai 1960 in San Fernando/Argentinien von mehreren israelischen Mossad…

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Mysteriöse Morde am Brocken im Harz

Bild: Blick vom Torfhaus bei Braunlage auf den Brockengipfel. Aufnahme vom April 2012.

Die tödlichen Schüsse des depressiven Gustav Büker Im Jahre 1934 kam es im Brockengebiet zu zwei kurz aufeinanderfolgenden brutalen Mordfällen: Das erste Opfer war ein 62jähriger pensionierter Direktor einer Bankfiliale aus dem westniedersächsischen Osnabrück. Hugo Schurig befand sich auf einem mehrwöchigen Erholungsurlaub im Harz und startete eine mehrtägige Wanderung am 21. Juni 1934 von Bad Grund, fuhr mit dem Bus erst nach Altenau und später weiter zum Torfhaus, um von dort seinen Aufstieg zum Brocken zu beginnen. Nach erfolgreicher Besteigung des immerhin 1.141 Meter hohen Berges wollte er weiter nach Bad Harzburg wandern, wo er allerdings nie ankam. Sein letztes Lebenszeichen war eine Ansichtskarte, die er auf dem Bergplateau aufgab.

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Stationen am Jakobsweg in der Magdeburger Börde und am Harzrand

Bild: Bucheinband.

Eine Route des zum Grabe des Apostels Jakobus nach Santiago der Compostela in Spanien führenden Jakobsweges verläuft von Magdeburg durch die Börde bis zum Harzrand nach Goslar und berührt unterwegs die Orte Hadmersleben, Halberstadt, Huysburg, Lüttgerode und Osterwiek. Diese Jakobspilgerroute folgt im Wesentlichen alten Kaiser- und Kaufmannsstraßen, die die alten Handelsstädte Magdeburg, Halberstadt, Goslar, Paderborn, Köln im Mittelalter miteinander verband. In der Magdeburger Börde werden u.a. bekannte Orte wie die Halberstadt, Wanzleben, Hadmersleben, Huysburg und Osterwieck von der Wegroute berührt.

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Huysburg – Das Kloster der Benediktiner

Bild: Das Kloster Huysburg bei Halberstadt.

Nördlich des Harzes, in unmittelbarer Nähe zu Halberstadt, liegt ein bewaldeter Höhenrücken – der Huy. Hier befindet sich das außerordentlich reizvolle Kloster Huysburg. Seine Geschichte geht bis in das späte 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurück. Um 780 stand hier ein Fort, das zur Sicherung des Gebietes gegen die östlich lebenden slawischen Stämme diente.

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Halberstadt – Der Dom St. Stephanus

Bild: Die Skulptur STEINE DER ERINNERUNG am Westportal des Domes zu Halberstadt.

Das Bistum Halberstadt hat eine sehr lange Geschichte. Bereits im 9. Jahrhundert wurde an der Stelle der heutigen Stadt Halberstadt ein Missions- und Verwaltungszentrum im Gebiet der Sachsen gegründet. Die hier erbaute Kirche war bereits ein bedeutender Bischofssitz und – vielleicht anders als viele der Kirchenbauten jener Zeit auf deutschem Gebiet – aus Steinen errichtet. Der erste nachweisbare Kirchenbau an der Stelle des Domes wurde im Jahre 859 feierlich geweiht.

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Langenstein bei Halberstadt – Freifrau Maria Antonia von Branconi und Schloss Langenstein

Bild: Das Schloss zu Langenstein bei Halberstadt.

Die Geschichte des Schlosses zu Langenstein bei Halberstadt ist eng mit der Freifrau Maria Antonia von Branconi (* 1746 – ✝ 1793) verbunden. Sie kaufte 1776 das Landgut Langenstein und ließ sich zwischen 1778 und 1783 das Schloss errichten. Doch wer war eigentlich die Freifrau von Branconi? Das fragte sich auch Friedrich II. von Preußen – Der ALTE FRITZ oder FRIDERICUS REX – „wer eigentlich die von Branconi geb. von Elsner ist? auch ob und aus welchem auswärtigen Land, Sie Sich, mit dem angegebenen ansehnlichem Vermögen, in dero dortigen Fürstenthum, ansäßig gemacht hat?“

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Langenstein und seine einzigartigen Höhlenwohnungen oder Felsenwohnungen

Bild: Die Höhlenwohnungen in Langenstein bei Halberstadt. Foto © 2011 by Bert Ecke & Birk Karsten Ecke.

Im Jahre 1855 suchten 12 junge Familien in Langenstein bei Halberstadt eine Wohnung. Da das Geld knapp war und Kredite nicht gewährt wurden, wandten sie sich an den Gemeinderat. Dieser empfahl den Wohnungssuchen, sich ihre Unterkunft in den am Schäferberg zu Tage tretenden Sandstein zu schlagen. Dieser Rat war ernst gemeint – und zudem pragmatisch, denn in Langenstein gab es bereits seit 1787 in der Nähe der Altenburg oberhalb der heutigen Dorfstraße eine Felsenwohnung. Die neuen Wohnungen wurden mit Hammer und Meißel in den relativ weichen Sandstein getrieben. Die Wohnungen bestanden aus aus Wohnzimmer, Küche, meist mehreren Schlafräumen oder Schlafnischen und einer kleinen Vorratskammer.

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